Zum Inhalt springen

Vergleich

Schwerlastregal: 875 kg im Titel, die Bedingung im Heft

Von 136 Schwerlastregalen nennen 100 eine Kilozahl im Titel und 13 die Bedingung dazu. Die Anleitungen verlangen mehr. Fünf Regale im Belegvergleich.

Veröffentlicht
2026-10-24
Zuletzt geändert
geändert 2026-10-27
Zuletzt geprüft
geprüft 2026-10-24
Verfasst von
Fachbereich Regale
Fünf Schwerlastregale, Stand 24.10.2026. Je Zelle steht, was das Amazon-Angebot sagt und was in der angehängten Anleitung oder beim Hersteller steht. Ein leeres Feld heißt: an keiner der beiden Stellen gefunden.
Merkmal
Arebos Schwerlastregal 180 × 90 × 40 cm, 875 kg (Schwarz, AR-HE-SLR02S)
Unsere EmpfehlungArebos Schwerlastregal 180 × 90 × 40 cm, 875 kg (Schwarz, AR-HE-SLR02S)Einsteiger
SONGMICS Schwerlastregal GLR40SV, 40 × 90 × 180 cm, 875 kg (Silbern)
SONGMICS Schwerlastregal GLR40SV, 40 × 90 × 180 cm, 875 kg (Silbern)Einsteiger
Juskys Schwerlastregal Basic, 2 Stück je 180 × 90 × 40 cm, 1.750 kg (Grau)
Juskys Schwerlastregal Basic, 2 Stück je 180 × 90 × 40 cm, 1.750 kg (Grau)Mittelklasse
SCHULTE Regalwelt Schwerlastregal MULTIplus, 180 × 90 × 40 cm, 5 MDF-Böden (Schwarz, R7118-05-16)
SCHULTE Regalwelt Schwerlastregal MULTIplus, 180 × 90 × 40 cm, 5 MDF-Böden (Schwarz, R7118-05-16)Mittelklasse
PROREGAL Profi Schwerlastregal Rhino, 180 × 200 × 60 cm, 500 kg je Ebene (Schwarz, RT16-02)
PROREGAL Profi Schwerlastregal Rhino, 180 × 200 × 60 cm, 500 kg je Ebene (Schwarz, RT16-02)Premium
Gesamtlast (Angebot)875 kg (Titel)875 kg, „maximale statische Belastbarkeit insgesamt“875 kg je Regal, 1.750 kg für beide (Titel)im Titel nicht genannt; Datenfeld „maximale Nutzlast“ 250 kg2.000 kg
Last je Boden175 kg je Boden; Anleitung: „maximale Punktbelastung“ 175 kg175 kg je Ablage (statisch)175 kg je BodenTitel 175 kg je Ebene; Stichpunkt bis zu 250 kg500 kg je Ebene
Bedingung zur LastAngebot: keine; Anleitung: gleichmäßig verteilenstatisch; Anleitung: gleichmäßig verteilen, oberste Ablage nicht zu hochbei gleichmäßiger Verteilung (Angebot); Anleitung: nicht für punktförmige Stoßlastenkeine genanntAngebot: keine; Anleitung: gleichmäßig beladen, nicht für punktuelle Stoß- oder dynamische Lasten
StahlstärkeAngebot 0,63 mm; Anleitung (AR-HE-SLR02) 0,7 mmkeine Angabekeine Angabe„hohe Materialstärke“, ohne Wertkeine Angabe
Böden5 MDF-Holzfaserplatten, Stärke nicht genannt5 MDF-Platten, verstärkte Querstange unter jedem Bodenje Regal 5 Böden aus 4 mm MDF, Mittelstrebe unter jedem Boden5 MDF-Böden, PEFC-zertifiziertes Holz (Stichpunkt)4 Spanplatten, 8 mm, drei Mittelträger je Boden
Maße und Eigengewicht180 × 90 × 40 cm, 15,5 kg180 × 90 × 40 cm, 14,2 kg (A+-Bereich), Datenfeld 26,24 Pfund180 × 90 × 40 cm je Regal180 × 90 × 40 cm, 15 kg180 × 200 × 60 cm, 45 kg
Oberflächeschwarz, Datenfeld pulverbeschichtet; Anleitung: verzinkter StahlA+-Bereich verzinkt; Datenfeld pulverbeschichtetverzinkter Stahl (Stichpunkt), Datenfeld pulverbeschichtet, Farbe Grauschwarz-struktur pulverbeschichtet; Datenfeld Farbe „Verzinkt“pulverbeschichteter Stahl
WandbefestigungAngebot: nichts; Anleitung: mit passender Wandhalterung sichern, Dübel und Schrauben separatKippschutz im Lieferumfang; Angebot und Anleitung bitten um WandbefestigungAngebot: ohne Bohren, keine Dübel nötig; Anleitung: Rückseite an eine Wand, lotrecht ausrichtenMontagebeschreibung im Datenfeld: optional an der WandAnleitung: Rückseite an eine Wand, optional an Boden und Wand verschrauben; verschraubbare Metallfüße
RasterStecksystem, Abstände frei wählbar, kein Lochabstand genanntStichpunkt 5 cm, A+-Bereich 3 cmAbstände beim Aufbau frei wählbar13 cm15 cm
PrüfzeichenGS, TÜV SÜD Z1A 076828 0074 Rev. 00, in der Datenbank gültigkeines genanntkeines genanntkeines im Angebot; Hersteller hält GS-Zeichen von TÜV Rheinland für andere Modellekeines genannt
Garantie und Ersatzteilekeine Angabekeine Angabekeine Angabekeine AngabeDatenfeld: 2 Jahre, EU-Ersatzteile 5 Jahre
Zum AngebotBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)Partnerlink

Schwerlastregal mit 875 kg: was im Titel steht und was die Anleitung dazu sagt

Im Titel steht eine Zahl, meistens 875 kg. In der Anleitung desselben Regals stehen Sätze, die diese Zahl erst möglich machen: Die Last muss gleichmäßig verteilt sein, das Regal gehört an die Wand, der Raum soll trocken sein. Beides gehört zum selben Produkt. Nur liest man das eine vor dem Kauf und das andere, wenn der Karton offen ist.

Drei Beispiele aus der Auszählung vom 24. Oktober 2026 zeigen, wie weit das auseinanderliegt. SONGMICS bietet sein Regal GLR40SV als Kellerregal an. Die angehängte Anleitung empfiehlt, die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 40 Prozent zu halten, und warnt vor Badezimmer und Waschküche. Arebos nennt im Angebot 875 kg und ein Gestell aus 0,63 mm Stahl. In der Anleitung steht 0,7 mm, dazu der Satz „Sichern Sie das Regal mit einer passenden Wandhalterung“, von dem das Angebot nichts sagt. PROREGAL empfiehlt das Regal Rhino für den Profi-Einsatz in Werkstätten, Lagern und Betrieben, während die Anleitung es ausschließlich für den Privatgebrauch freigibt.

Was diese Widersprüche für die Sicherheit eines einzelnen Regals bedeuten, kann von außen niemand beurteilen. Sie verschieben aber die Frage, was die Zahl im Titel eigentlich verspricht. 875 kg sind kein Messwert, den jemand im Keller des Käufers ermittelt hat. Sie sind die Summe aus fünf Böden zu je 175 kg, und jede dieser 175 kg gilt nur unter Bedingungen. Wer die Bedingungen nicht kennt, kauft eine Zahl ohne Gebrauchsanweisung.

Diese Seite hält deshalb die Zahl gegen ihre Bedingung. Gezählt wurden 136 freistehende Metallregale aus den ersten drei Ergebnisseiten der Amazon-Suche nach „schwerlastregal“, dazu 64 Anleitungen und Sicherheitsblätter, die an diesen Angeboten hängen, und zwei Datenbanken von Prüfstellen, die das GS-Zeichen vergeben. Fünf Regale werden danach einzeln besprochen, von einem Einstiegsmodell für den Keller bis zu einem zwei Meter breiten Regal für die Garage.

Vorweg, was nicht geht. Ob ein bestimmtes Regal die 875 kg tatsächlich trägt, beantwortet keine Auszählung, und ein eigener Belastungsversuch fand nicht statt. Was sich prüfen lässt, ist, wer die Zahl mit welcher Bedingung nennt, ob die Unterlage dazu passt und ob ein genanntes Prüfzeichen dort steht, wo es stehen muss.

875 kg Gesamtlast, 175 kg je Boden: woraus die eine Zahl besteht

100 der 136 Metallregale tragen eine Kilozahl im Titel. 26-mal ist es 875 kg, fünfmal 1.750 kg für ein Doppelpack, dazu kommen 500, 1.000, 350 oder 2.625 kg. Eine Last je Boden nennen 21 Titel. Im übrigen Angebotstext, also in Stichpunkten, Beschreibung und dem bebilderten A+-Bereich, steht eine Last je Boden bei 83 Angeboten. Wer weiter als bis zum Titel liest, findet die Fachlast also in der Mehrzahl der Fälle.

Schlicht ist die Rechnung dahinter. Fünf Böden zu je 175 kg ergeben 875 kg, zehn Böden in zwei Regalen ergeben 1.750 kg, drei Regale eines Eckregal-Sets 2.625 kg. Bei vielen Angeboten geht die Zahl im Titel genau so auf. Das PROREGAL Rhino hat vier Böden zu je 500 kg und nennt 2.000 kg Gesamtlast, das Giant Tiger XL sechs Ebenen zu 265 kg und 1.590 kg.

Dass die Summe nicht immer gilt, zeigt ein Regal desselben Anbieters. Das Taurus XL mit 160 cm Breite hat im Amazon-Angebot vier Böden zu je 250 kg und eine Gesamtlast von 1.000 kg. Im Shop von PROREGAL gibt es dasselbe Regal mit sieben Fachböden. Je Boden bleibt es bei 250 kg, die Gesamtlast steigt aber nur auf 1.250 kg, nicht auf 1.750 kg. Wer sieben Böden voll belädt, liegt also über dem, was das Gestell als Ganzes tragen soll. Gemeint ist die Feldlast, und sie kann kleiner sein als die Summe aller Böden.

Bei anderen Regalen widersprechen sich die Zahlen schon innerhalb eines Angebots. SCHULTE nennt für ein Regal von 180 × 90 × 40 cm im Titel 175 kg je Ebene, in den Stichpunkten eine Fachlast von bis zu 250 kg und im Datenfeld 250 kg als maximale Nutzlast. Ondis24 schreibt beim Doppelpack Thomas 175 kg je Boden in den Titel, das angehängte Sicherheitsblatt erlaubt höchstens 160 kg je Boden bei gleichmäßig verteilter Last. Beim Holzboden-Regal von TKT stehen im Angebot 150 kg je Boden, im Sicherheitsblatt daneben 265 kg je Regalboden, mit einer Typbezeichnung, die im Angebot nicht vorkommt.

Wer eine Zahl braucht, die sich auf den eigenen Keller übertragen lässt, nimmt deshalb die kleinste: die Last je Boden, und zwar die niedrigste, die irgendwo zum Regal genannt wird. Im Titel steht mit der Gesamtlast eine Obergrenze für ein vollständig und gleichmäßig beladenes Regal, nicht die Menge, die an einer Stelle liegen darf. Und wo Angebot und Unterlage verschiedene Werte nennen, gilt im Zweifel der kleinere.

Fachlast, Feldlast, Tragkraft: was die Wörter nach DGUV 208-061 bedeuten

Aus der Lagertechnik stammen die Begriffe, und dort sind sie genau festgelegt. Die DGUV Information 208-061 „Lagereinrichtungen und Ladungsträger“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Fassung vom Juli 2024, nennt die Fachlast die Last, die in ein Fach eingebracht werden kann. Als Feldlast gilt die Summe der Fachlasten in einem Feld, wobei meist eine gleichmäßig verteilte Last zugrunde gelegt wird. Zur Veranschaulichung zeigt die DGUV vier übereinanderliegende Fächer eines Einfachregals; bei einem einzelnen Steckregal ist das Feld also das ganze Regal.

Für Betriebe verlangt dieselbe Schrift, dass an ortsfesten Regalen Hersteller, Typbezeichnung, Baujahr sowie die zulässigen Fach- und Feldlasten deutlich und dauerhaft angebracht sind. Ausgenommen sind Regale, die von Hand be- und entladen werden und deren Fachlast unter 200 kg oder deren Feldlast unter 1.000 kg liegt, als Beispiel nennt die DGUV Büroregale. Ein typisches Regal mit 175 kg je Boden und 875 kg im Ganzen liegt knapp unter beiden Schwellen. Selbst in einer Werkstatt mit Angestellten bräuchte es kein Lastschild.

Für den Privatkeller gilt die DGUV-Schrift ohnehin nicht, sie richtet sich an Unternehmen. Sie ist trotzdem eine frei lesbare Quelle dafür, was ein Regal nach Ansicht der Unfallversicherung leisten muss, und einige ihrer Werte eignen sich als Maßstab. Tragende Teile dürfen sich unter der zulässigen Last bei Metall höchstens um 1/200 der Stützweite durchbiegen, bei anderen Werkstoffen um 1/150. Regalstützen dürfen bei voller Beladung höchstens um 1/200 ihrer Höhe aus dem Lot geraten. Gegen das Kippen verlangt sie einen Sicherheitsfaktor von mindestens 2,0.

Im Handel tauchen die Wörter selten auf. „Fachlast“ steht in 17 der 136 Angebote, meist bei PROREGAL und SCHULTE, „Feldlast“ in zwei Angeboten von SCHULTE, und zwar in einem Abschnitt mit Fragen und Antworten, der beide Begriffe ähnlich erklärt wie die DGUV. In einer Anleitung steht „Feldlast und Fachlast 900 kg (5 × 180 kg)“, was beide Begriffe für dieselbe Zahl verwendet. Am häufigsten heißt es schlicht Tragkraft, Traglast oder Belastbarkeit.

Für die Kaufentscheidung reicht eine Übersetzung. Tragkraft im Titel meint fast immer die Feldlast, also das ganze Regal. Last je Boden, je Ebene oder je Ablage meint die Fachlast. Ob ein Boden drei volle Getränkekisten hält, entscheidet die Fachlast; ob das Regal fünf solche Böden übereinander verträgt, die Feldlast. Eine dritte Größe nennt keines der Angebote: wie viel ein Boden an einer einzigen Stelle aushält. Überträgt man die Beiwertregel der DGUV-Information 208-043 auf ein Haushaltsregal, darf ein Stück allein in der Fachmitte nur die halbe Fachlast wiegen; den Weg dahin zeigt der Ratgeber zur Tragkraft von Regalen.

Gleichmäßig verteilt: Getränkekisten, Reifen und Werkzeugkoffer auf einem Boden

175 kg gelten für eine Last, die sich über den ganzen Boden verteilt. So steht es in den Unterlagen, die überhaupt eine Bedingung nennen, und so beschreibt es auch die DGUV für die Feldlast. Ein Sack Blumenerde, der flach auf dem Boden liegt, kommt dem nahe. Anders ist es bei einem Werkzeugkoffer mit vier kleinen Füßen, einem Kompressor oder einem Reifen auf seiner Lauffläche.

Was das konkret heißt, sagen die Anleitungen von PROREGAL und Juskys am deutlichsten. Ihr Regal sei nicht für punktuelle Stoßlasten oder dynamische Lasten geeignet. Als Beispiele nennen sie schwere Gegenstände mit kleiner Standfläche und Dinge, die hängend gelagert werden. Monzana schreibt im Heft zum Eckregal, die genannte Tragkraft von 175 kg je Boden dürfe nicht punktuell aufgebracht werden. Arstheco verlangt, punktuelle Spitzenlasten zu vermeiden.

Eine Ausnahme verwirrt. In der Arebos-Anleitung heißen 175 kg je Regalboden eine „maximale Punktbelastung“, und im nächsten Satz wird verlangt, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Beides zusammen ergibt keinen Sinn, denn eine Punktlast ist das Gegenteil einer verteilten Last. Gemeint ist vermutlich dasselbe wie überall, nur ist das Wort falsch gewählt. Belegen lässt sich das nicht, und auf die 175 kg als Punktlast sollte sich niemand verlassen.

Für den Alltag folgt daraus eine Reihenfolge. Schweres kommt nach unten, das steht in den Anleitungen von PROREGAL, Brstheco und im Sicherheitshinweis von Wiltec. Einzelne schwere Stücke stehen auf einem Brett oder einer Platte, die ihr Gewicht über den Boden verteilt. Getränkekisten stehen nebeneinander und nicht nur in der Mitte. Ein Ratgeber unter den Suchtreffern rät, schwere Einzelstücke an den Rand des Bodens zu stellen, statt in die Mitte. Eine Herstellerunterlage, die das bestätigt oder widerlegt, fand sich nicht. Verlangt wird in den Unterlagen schlicht eine gleichmäßige Verteilung.

Wer häufig Lasten mit kleiner Aufstandsfläche lagert, etwa Motorteile oder Maschinen auf Füßen, findet in diesem Feld kein Regal, das dafür einen Wert nennt. Diese Lücke hat der Markt, nicht der Käufer. Was bleibt, ist Fläche: eine Siebdruckplatte oder ein Brett auf dem Boden, das die Last verteilt, und eine Fachlast mit Reserve.

Schwerlastregal-Test ohne Labor: 136 Angebote und die Bedingung zur Zahl

Gezählt wurde nach der Methodik für Auszählungen aus Handelsangaben. Amazon zeigte am 24. Oktober 2026 unter „schwerlastregal“ auf den ersten drei Seiten 180 Kacheln, davon 36 als Anzeige. Ohne Anzeigen und Doppelungen blieben 142 Angebote. Fünf davon sind Kunststoffregale, eines ist ein Wandsystem für die Garage. Übrig bleiben 136 freistehende Metallregale unter 48 Markennamen, und jede dieser Detailseiten wurde ganz gelesen: Titel, Stichpunkte, Beschreibung, A+-Bereich und Datenfelder.

Selten steht die Bedingung zur Zahl im Angebot. 13 Angebote binden ihre Last ausdrücklich an eine gleichmäßige Verteilung, darunter Monzana, Juskys, PROLINE und Humberg. Sieben weitere, alle von SONGMICS, raten beim Einräumen zu gleichmäßiger Verteilung, ohne die Zahl daran zu knüpfen. Bei SONGMICS steht außerdem in 17 Angeboten, die Belastbarkeit beziehe sich auf das statische Maximalgewicht. Eine Punktlast nennt kein Angebot.

Zur Wand äußern sich mehr Angebote, aber in sehr verschiedenem Ton. 25 Angebote bitten darum oder empfehlen, das Regal an der Wand zu befestigen, 17 davon sind von SONGMICS. 24 Angebote legen Kippschutz oder Befestigungsmaterial bei. 18 werben mit einem Aufbau ohne Bohren, neun davon von Relaxdays. In den Datenfeldern zur Befestigung steht bei 79 Angeboten Bodenmontage.

Was die 136 Metallregale im Angebot nennen und was ihre angehängte Unterlage sagt (Amazon, Seiten 1 bis 3, 24.10.2026)
AngabeIm AngebotstextIn der Unterlage
Kilozahl im Titel100 von 136nicht gezählt
Last an gleichmäßige Verteilung gebunden13, dazu 7 Einräumhinweisebei 47 von 71 Angeboten
Wandbefestigung verlangt25 bitten oder empfehlen22 verlangen, 9 empfehlen
Feuchte Räume ausgeschlossen20, davon 17 von SONGMICSbei 37 von 71 Angeboten
GS oder TÜV genannt8, davon 3 mit Nummer1 Anleitung

Eine Unterlage hängt an 79 der 136 Angebote, als Bedienungsanleitung, Gebrauchsanleitung, Installationshandbuch oder Sicherheitsblatt. Bei acht davon ist sie ein eingescanntes Bild ohne lesbaren Text, bei 57 Angeboten fehlt sie ganz. Es bleiben 71 Angebote mit einer Unterlage, deren Text sich lesen ließ. Weil mehrere Angebote dieselbe Datei verwenden, sind das 64 verschiedene Dokumente.

Was aus diesen Zahlen folgt, ist kein Urteil über einzelne Regale. Es zeigt, wo die Bedingungen stehen: zu einem großen Teil nur in einer Datei, die man vor dem Kauf aktiv öffnen muss, und bei 57 Angeboten nirgends, wo ein Käufer sie vorher sehen könnte. Seit Dezember 2024 verlangt die europäische Produktsicherheitsverordnung, dass ein Online-Angebot etwaige Warn- und Sicherheitshinweise enthält, die dem Produkt beizulegen sind.

Wand, trockener Raum, gleichmäßige Last: was nur in den Anleitungen steht

In den lesbaren Unterlagen der 71 Angebote klingt vieles strenger als im Angebot selbst. 47 Angebote haben eine Unterlage, die ihre Last an eine gleichmäßige Verteilung bindet oder gleichmäßiges Beladen verlangt. Bei 38 dieser 47 steht davon im Angebot selbst kein Wort. Kein Widerspruch kommt im Feld häufiger vor, und er geht immer in dieselbe Richtung: Die Zahl wandert in den Titel, die Bedingung bleibt im Heft.

Bei der Wand ist es ähnlich. 22 Angebote hängen eine Unterlage an, die verlangt, das Regal zu befestigen. Formuliert ist das von „muss an der Wand befestigt werden“ über „ist immer mit geeigneter Wandbefestigung zu montieren“ bis „zwingend erforderlich“. Zehn dieser Angebote sagen es selbst ähnlich deutlich, darunter acht von SONGMICS. Eines schwächt es zur Empfehlung ab, drei beschreiben die Befestigung als Möglichkeit. Acht Angebote schweigen zur Wand ganz, sechs davon von Arebos.

Bei neun weiteren Angeboten empfiehlt die Unterlage die Wandbefestigung, meist ab einer gewissen Höhe oder bei voller Beladung. Fünfmal nennt sie sie eine Möglichkeit. Für 13 Angebote steht in der Unterlage nur, das Regal sei mit der Rückseite an eine Wand zu stellen, ohne Befestigung; diese Formel stammt aus den Anleitungen von PROREGAL und Juskys. Nichts zur Wand sagt die Unterlage bei 22 Angeboten, darunter 15 mit mehrsprachigen Sicherheitsblättern von Relaxdays.

Der dritte Widerspruch betrifft den Raum. 37 Angebote haben eine Unterlage, die feuchte Räume ausschließt oder einen trockenen Aufstellort verlangt. 34 davon empfehlen im Angebot den Keller. SONGMICS ist am genauesten und am strengsten zugleich: In allen sechs Anleitungen der Marke, die an acht Angeboten hängen, steht die Empfehlung, die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 40 Prozent zu halten. Sieben dieser acht Angebote nennen den Keller als Einsatzort.

Bei anderen Herstellern bleibt der Widerspruch stehen, nur anders verpackt. In der Anleitung von Brstheco stehen Lager, Garage, Keller, Werkstatt und Haushalt in einem Atemzug als „trockene Innenräume“. Juskys gibt im Heft einen Bereich von minus 5 bis 40 °C an, schreibt im Angebot, das Regal nur in gut belüfteten Räumen ohne Feuchtigkeit zu nutzen, und führt im Datenfeld Raumtyp trotzdem die Waschküche auf.

Manche Unterlagen gehören erkennbar nicht zum Angebot. An fünf Angeboten hängt die Arebos-Anleitung für das Modell AR-HE-SLR02 mit 180 × 90 × 40 cm, darunter Regale mit 180 × 75 × 30 und 180 × 75 × 45 cm. Das Sicherheitsblatt von Ondis24 bittet darum, die Anleitung bei der Weitergabe „dieses Briefkastens“ mitzugeben. Und SONGMICS hängt an ein Eckregal-Set eine englische Notiz, das Produkt brauche keine Anleitung.

Trotz solcher Pannen ist die Anleitung die bessere Quelle als das Angebot. Sie stammt vom Hersteller oder von dem Unternehmen, für das das Regal gefertigt wird, und sie liegt dem Regal im Karton bei. Warum Herstellerunterlagen auf kritero vor Handelsangaben stehen, erklärt die Seite zu den Quellenarten und ihrer Kennzeichnung. Hier heißt das: Wo Angebot und Anleitung auseinandergehen, steht beides in der Tabelle oben, und gerechnet wird mit der strengeren Angabe.

180 × 90 × 40 cm und 875 kg: dieselben Zahlen unter elf Marken

Wer die Suchergebnisse durchblättert, sieht dasselbe Regal immer wieder: silbern oder schwarz, fünf Böden, 180 cm hoch, 90 cm breit, 40 cm tief. 26 der 136 Angebote haben genau diese Maße, unter 15 Markennamen. 20 davon nennen zugleich 175 kg je Boden und 875 kg je Regal, und diese 20 verteilen sich auf elf Marken: SONGMICS, Monzana, ALBATROS, Panorama24, Arebos, Ondis24, EASYmaxx, PROLINE, Juskys, PROREGAL und Relaxdays.

Gleiche Zahlen heißen nicht gleiche Ware. Schon die Eigengewichte gehen auseinander: 14,2 kg nennt SONGMICS für das GLR40SV, 15,5 kg Arebos, 13,13 kg Relaxdays, 23 kg PROREGAL für zwei Regale des Typs Gorilla. Unter den zwanzig nennt nur Arebos eine Blechstärke. Bei Juskys und Panorama24 sind die Böden 4 mm stark, Ondis24 nennt 0,5 cm. Ein Beleg, dass diese Regale aus derselben Fabrik stammen, fand sich in keiner der Unterlagen.

Auffällig ist eher, wie gleich die Texte über die Bedingungen sind, wenn es sie gibt. In ganzen Abschnitten stimmen die Anleitungen von PROREGAL und Juskys überein, vom Satz über Fachpersonal mit mechanischer Ausbildung bis zum Hinweis, dass in erdbebengefährdeten Regionen geringere Traglasten gelten. Beide folgen offenbar derselben Vorlage einer Betriebsanleitung. Über die Herkunft der Regale sagt auch das nichts.

Für den Kauf hat die Gleichförmigkeit eine praktische Folge. Wenn zwanzig Angebote dieselben Zahlen nennen, unterscheidet die Zahl sie nicht. Unterscheiden lassen sie sich an dem, was dazukommt: ob ein Kippschutz im Karton liegt, ob die Bedingung im Angebot steht, ob die Anleitung zum Modell passt, ob ein Prüfzeichen eine Nummer hat. Genau danach sind die fünf Regale weiter unten ausgewählt.

Wenig helfen dabei die Datenfelder. Bei 13 Angeboten steht im Text „verzinkt“, im Datenfeld Oberfläche „Pulverbeschichtet“. PROLINE gibt im Datenfeld ein Gewicht von 15 Milligramm an, EASYmaxx 10 kg für zwei Regale. SONGMICS führt beim GLR40SV ein Mindestgewicht von 175 kg. Ein Einzelfall ist das nicht: Das Feld, in dem die Tragfähigkeit steht, heißt bei 120 der 136 Angebote „Gewichtskapazität: Mindestgewicht“, als wäre die Last eine Untergrenze.

Ein zweites Feld, die maximale Nutzlast, gibt es bei 124 Angeboten. Bei 69 davon entspricht es einer Kilozahl aus dem Titel, bei den übrigen nicht oder der Titel nennt keine. Yaheetech schreibt bei einem Regal mit 180 × 120 × 45 cm 875 kg in den Titel und 175 kg ins Feld, MASKO bei einem Doppelpack 700 kg in den Titel und 875 kg ins Feld. Wer Datenfelder vergleicht, vergleicht also oft etwas anderes als die Zahl, die im Titel wirbt.

Stahlstärke 0,63 oder 0,7 mm: wer die Blechdicke überhaupt nennt

Nach dem dickeren Blech fragt die Autovervollständigung, als „schwerlastregal dicker boden“ oder schlicht „schwerlastregal stahl“. Im Handel bleibt sie fast unbeantwortet. Acht der 136 Angebote nennen eine Stärke für Gestell oder Profil, sieben davon von Arebos, eines von TRUTZHOLM. Alle anderen schreiben „robuster Stahl“, „verstärkter Stahlrahmen“ oder „hohe Materialstärke“, ohne Wert.

Bei Arebos sind es zwei Werte. Drei Angebote, darunter das hier besprochene schwarze Regal mit 180 × 90 × 40 cm, nennen 0,63 mm und bewerben das als „extra große Materialstärke“. Vier andere Arebos-Angebote nennen 0,7 mm. Die Anleitung, die an fünf dieser Angebote hängt, gibt für das Modell AR-HE-SLR02 eine Materialstärke des Gestells von 0,7 mm an. Welcher Wert für das gelieferte Regal gilt, entscheidet keine der Unterlagen. Das Eckregal-Set von Arebos nennt in einem Angebot beide Werte.

Was die Blechstärke für die Tragkraft bedeutet, sagt keine der Unterlagen. Ein Winkelprofil trägt nicht nur durch seine Dicke, sondern durch Form, Kantung und die Art, wie die Böden eingehängt sind. Deshalb ist ein Zehntelmillimeter mehr kein Beleg für mehr Last. Er ist ein Merkmal, das sich vor dem Kauf vergleichen ließe, wenn mehr Anbieter es nennen würden.

Häufiger als das Blech beschreiben die Angebote die Querstreben unter den Böden. SONGMICS nennt eine verstärkte Querstange unter jedem Boden, Juskys eine Mittelstrebe, das PROREGAL Taurus XL zwei und das Rhino drei Mittelträger je Fachboden. Diese Streben tragen den Boden in der Mitte, wo er sich sonst am stärksten durchbiegt. Je breiter das Regal, desto mehr kommt es auf sie an. Bei den Böden von 90 cm nennen die Angebote eine Strebe, beim zwei Meter breiten Rhino drei.

Holzböden, Spanplatte oder Metallboden: wie weit sich ein Regalboden biegen darf

Fast alle Regale des Feldes haben Böden aus Holzwerkstoff. 115 der 136 Angebote nennen MDF, Holzfaser, Spanplatte oder Holzböden, neun Metallböden, fünf Gitterböden. Eine Stärke für die Böden nennen mindestens 15 Angebote. Sie reicht von 4 mm MDF bei Juskys, Panorama24 und Floordirekt über 5 mm bei TRUTZHOLM bis 8 mm, als MDF bei einem SONGMICS-Regal und als Spanplatte beim Rhino. Für das Taurus XL nennt PROREGAL im eigenen Shop 5 bis 6 mm.

Ob ein Boden hält, zeigt sich an der Durchbiegung. Für tragende Elemente aus Metall erlaubt die DGUV-Information 208-061 höchstens 1/200 der Stützweite, für andere Werkstoffe 1/150. Auf einen Boden von 90 cm übertragen sind das 4,5 mm bei Metall und 6 mm bei Holzwerkstoff, bei 200 cm Breite 10 und gut 13 mm. Ein Hersteller, der sich an diesen Werten orientiert, müsste sie unter voller Fachlast einhalten. Ob die Regale des Feldes es tun, sagt keines der Angebote.

Was die Hersteller stattdessen verlangen, ist Kontrolle. Monatlich sehen die Anleitungen von PROREGAL und Juskys eine Prüfung der Bodenplatten vor: Sie dürfen keine Beschädigungen aufweisen oder durchhängen. Wer dort eine sichtbare Wölbung findet, hat nach dem Wortlaut der Anleitung einen Boden, der getauscht werden muss. Ab wann eine Wölbung zu viel ist, sagt das Heft nicht. Messen lässt sich das nur an den DGUV-Werten.

Holzwerkstoff hat einen zweiten Nachteil: Feuchte. Vier Unterlagen begründen den Ausschluss feuchter Räume ausdrücklich mit den Böden, darunter die Anleitungen von Arebos und Monzana, nach denen Regalböden und Holzwerkstoffplatten Schaden nehmen könnten. Ein Anbieter wirbt im Titel mit Metallböden und schreibt, ohne Holzböden gebe es keinen Schimmel. Sein Titel behauptet in eckigen Klammern einen Testsieg, ohne zu nennen, wer getestet hat; nach der Richtlinie zu Siegeln auf kritero wird ein solches Siegel hier nicht weitergegeben.

Unter den Regalen liegt der Fußboden, und auch er nimmt Last auf. Ein Regal mit 875 kg steht auf vier Füßen. Meist liegen Kunststoffkappen bei, die den Boden vor Kratzern schützen sollen, bei SONGMICS acht Fußpads, bei Juskys 16 Füße für zwei Regale. Fliesen und Beton macht das nichts aus. Auf einem elastischen Belag zählt die Aufstandsfläche je Fuß; wie die Bodenhersteller das regeln, steht im Abschnitt über Möbelgleiter und Punktlast auf Vinyl.

Schwerlastregal ohne Wandmontage: wann die Tiefe allein reicht

Eine einfache Regel für Regale, die von Hand be- und entladen werden, gibt die DGUV-Information 208-061. Sie gelten im Allgemeinen als standsicher, wenn die oberste Ablage nicht höher liegt als das Fünffache der Regaltiefe. Voraussetzung ist ausreichende Tragfähigkeit und eine lotrechte Aufstellung. Wird das Verhältnis überschritten, braucht es besondere Sicherungen, etwa eine Verbindung mit anderen Regalen oder mit dem Bauwerk.

Für die Regale des Feldes lässt sich das nachrechnen. Bei 40 cm Tiefe liegt die Grenze bei 200 cm, das Standardregal mit 180 cm Höhe bleibt darunter. Mit 30 cm Tiefe sinkt die Grenze auf 150 cm, ein Regal mit 180 cm Höhe und 30 cm Tiefe überschreitet sie deutlich. Betroffen sind einige Angebote mit 180 × 90 × 30 oder 200 × 100 × 30 cm. Bei 60 cm Tiefe ginge die Regel bis 300 cm Höhe, also für jedes so tiefe Regal des Feldes.

Grenzen hat die Regel trotzdem. Sie gilt für Betriebe und rechnet mit lotrechter Aufstellung und sachgerechter Beladung. In einem Haushalt kommen Kinder dazu, die klettern, und Keller mit unebenem Boden. Mehrere Hersteller verlangen die Wandbefestigung deshalb unabhängig von der Tiefe, SONGMICS ebenso für das 40 cm tiefe Regal wie für das 60 cm tiefe. Wer die Anleitung befolgt, befestigt also auch dann, wenn die DGUV-Rechnung es nicht verlangt. Welcher Dübel dafür in Beton, Ziegel oder Gipskarton taugt und wie man die eigene Wand vorher bestimmt, erklärt der Ratgeber zum Befestigen von Regalen.

Zum Befestigen liegt mal etwas im Karton, mal nicht. SONGMICS legt einen Kippschutz mit Schrauben und Dübeln bei und schreibt dazu, je nach Wand könnten andere Schrauben nötig sein. Arebos, Ondis24 und TRUTZHOLM verkaufen ohne Befestigungsmaterial. Mehrere Anleitungen warnen vor Strom-, Gas- und Wasserleitungen in der Wand. Wie man Löcher setzt, ohne eine Leitung zu treffen, beschreibt Schritt 4 im Montage-Ratgeber für Wandpaneele.

Drei weitere Punkte stehen in den Unterlagen, die sich an Betriebe wie an Haushalte richten. Das Regal muss lotrecht stehen, Abweichungen gleichen PROREGAL und Juskys mit Unterlegblechen aus. Nach PROREGAL und Juskys sollen die Böden in gleichen Abständen sitzen, der unterste nach SCHULTE etwa 10 cm über dem Fußboden, der oberste bündig mit dem Gestell. Und schwere Lasten gehören nach unten, weil sie den Schwerpunkt senken.

GS, TÜV, „geprüft“: welches Prüfzeichen sich nachprüfen lässt

Das GS-Zeichen für „geprüfte Sicherheit“ ist im Produktsicherheitsgesetz geregelt. Eine GS-Stelle erkennt es auf Antrag des Herstellers zu, nach Prüfung eines Baumusters und einer Inspektion der Fertigung, und befristet es auf höchstens fünf Jahre. Jede GS-Stelle muss eine Liste aller ausgestellten Bescheinigungen veröffentlichen, mit den Daten, die das Produkt eindeutig bestimmen. Ein GS-Zeichen lässt sich also nachschlagen, wenn man weiß, wer es vergeben hat und unter welcher Nummer.

Acht der 136 Angebote nennen GS oder TÜV. Eine Nummer steht bei drei, alle von Arebos, mit zwei verschiedenen Bescheinigungen. Beide stehen am 24. Oktober 2026 im Certificate Explorer von TÜV SÜD als gültig: Z1A 076828 0074 Rev. 00 für die Modelle AR-HE-SLR02G, -SLR02B und -SLR02S, ausgestellt am 19. Februar 2025, und Z1A 076828 0066 Rev. 00 für die Modelle AR-HE-SW30, -SW30S und -SW30B vom 18. Juli 2023. Inhaber ist die CANBOLAT Vertriebsgesellschaft mbH in Würzburg, die Bescheinigung trägt das GS-Zeichen.

Bei den übrigen fünf fehlt die Nummer, und die Aussagen sind verschieden weit. TKT nennt sein Regal mit Holzböden in zwei Angeboten „TÜV/GS-geprüft“. In der Datenbank von TÜV Rheinland führt die TKT GmbH tatsächlich mehrere GS-Zeichen für Regale, darunter Schwerlastregale; welches davon das Amazon-Regal ist, lässt sich ohne Nummer nicht zuordnen. Panorama24 nennt sein Doppelpack C114 „TÜV-geprüft“. Unter dem Markennamen fand sich weder bei TÜV SÜD noch bei TÜV Rheinland ein Eintrag.

PROREGAL schreibt „mit TÜV/GS Zertifizierung“ in den Titel des Taurus XL. Im Text heißt es dann, die Produktion sei nach ISO 9001, 28000 und 50001 sowie nach TÜV/GS zertifiziert. In der Anleitung steht nichts davon. Unter Procommerce, der Firma hinter PROREGAL, führt TÜV SÜD zwei gültige Bescheinigungen für Transportkarren und keine für ein Regal, Certipedia von TÜV Rheinland gar keine. HEMMDAL nennt bei einem Weitspannregal nur die Böden „TÜV-geprüft“, also ein Bauteil, nicht das Regal.

Daneben stehen Aussagen, die wie ein Prüfzeichen klingen und keines sind. SCHULTE schreibt bei einem Regal, es sei nach der „Industrienorm BGR 234“ geprüft. BGR 234 ist die frühere Bezeichnung einer berufsgenossenschaftlichen Regel für Lagereinrichtungen, später DGUV Regel 108-007, aus der die heutige DGUV-Information 208-061 hervorgegangen ist. Eine Norm ist das nicht, und eine Prüfstelle nennt das Angebot auch nicht. Floordirekt spricht von einem „geprüften Regal“, Simon Rack von „zertifiziertem Gewicht“.

Eine Gegenprobe zeigt, dass die Liste der GS-Stellen auch Regale enthält, deren Angebot nichts davon sagt. Bei TÜV Rheinland hält die Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG aus Sundern mehrere GS-Zeichen für Regale, etwa die Bescheinigung 50741557 für die Modelle R5500-05-02, R5501-04-16, R5519-05-02 und R5519-05-16, geprüft durch TÜV Rheinland in Guangdong. Das SCHULTE-Regal, das weiter unten besprochen wird, trägt die Modellnummer R7118-05-16 und steht nicht in dieser Liste.

Auch die Herkunft trennt hier nicht. Laut Datenfeld kommen 66 der 136 Regale aus China, 35 aus Deutschland, bei 26 fehlt die Angabe. Das besprochene Regal mit nachprüfbarer GS-Nummer, das von Arebos, führt China als Herkunftsland. TKT schreibt „Made in Germany“ in die Stichpunkte und nennt keine Nummer. Ein Prüfzeichen ist eine Frage des Nachweises, nicht des Landes, in dem das Blech gekantet wurde.

Arebos 875 kg: Regal mit Zertifikatsnummer, die zum Modell passt

Arebos Schwerlastregal 180 × 90 × 40 cm, 875 kg (Schwarz, AR-HE-SLR02S)

Arebos Schwerlastregal 180 × 90 × 40 cm, 875 kg (Schwarz, AR-HE-SLR02S)

Einsteiger

Standardregal mit fünf MDF-Böden und einer GS-Nummer, die in der Datenbank zum Modell passt.

4,4aus 1.237 Stimmen

Quelle: Amazon-Produktseite, Bewertungsfeld der Detailseite · abgerufen 2026-10-24

Dafür

  • GS-Nummer im Angebot, in der Datenbank von TÜV SÜD für dieses Modell gültig
  • Anleitung mit Hersteller, Anschrift und Kundenservicenummer in Würzburg
  • Lastbedingung und Feuchteverbot in der Anleitung klar benannt
  • Als ein hohes oder zwei halbhohe Regale aufbaubar
  • 4,4 Sterne bei 1.237 Rezensionen

Dagegen

  • Blechstärke 0,63 mm im Angebot, 0,7 mm in der Anleitung
  • Wandhalterung und Feuchteverbot stehen allein in der Anleitung
  • Dieselbe Anleitung hängt an vier weiteren Arebos-Angeboten, drei mit anderen Maßen
  • Kein Befestigungsmaterial im Lieferumfang

Arebos ist eine Marke der CANBOLAT Vertriebs GmbH in Würzburg, die in der Anleitung mit Anschrift, Handelsregister und Kundenservicenummer steht. Das besprochene Angebot ist das schwarze Einzelregal mit 180 × 90 × 40 cm und der Modellnummer AR-HE-SLR02S. Es hat 1.237 Rezensionen mit im Mittel 4,4 Sternen, Herkunftsland laut Datenfeld China, Eigengewicht 15,5 kg. Im A+-Bereich steht die Nummer der GS-Bescheinigung, und sie passt zum Modell.

Damit unterscheidet sich dieses Regal von fast allen anderen im Feld; nur das Arebos-Doppel mit 30 cm Tiefe zeigt ebenfalls eine Nummer, die zu seinem Modell passt. In der Bescheinigung Z1A 076828 0074 Rev. 00 stehen die Modelle AR-HE-SLR02G, AR-HE-SLR02B und AR-HE-SLR02S, also genau die Kennung im Datenfeld. Als Prüfgrundlage nennt TÜV SÜD die Papiere PPP 51028C:2018 und AfPS GS 2019:01 PAK. In der Anleitung von 2019 stehen ältere Fassungen beider Papiere. Zu einer Bescheinigung, die 2025 neu ausgestellt wurde, passt das.

Was Arebos im Angebot weglässt, steht in der Anleitung. Das Regal soll mit einer passenden Wandhalterung gesichert werden, Dübel und Schrauben gehören nicht zum Lieferumfang. Feuchte Räume schaden den Böden. Das Gewicht muss gleichmäßig verteilt sein. Im Angebot dagegen steht weder etwas zur Wand noch zur Feuchte, und als Einsatzorte werden Speisekammer, Keller, Garage und Büro genannt.

Dazu kommen die beiden Blechstärken: 0,63 mm im Angebot, 0,7 mm in der Anleitung. Außerdem beschreibt die Anleitung ein Gestell aus verzinktem Stahl, das besprochene Regal ist schwarz und im Datenfeld pulverbeschichtet. Dieselbe Anleitung hängt an vier weiteren Arebos-Angeboten, drei davon mit anderen Maßen. Für das schwarze Regal mit 180 × 90 × 40 cm passt sie nach Maßen und Lasten, bei Material und Blech nicht genau.

Passend ist es für einen trockenen Keller, eine Garage oder eine Werkstatt, in der das Regal an einer tragfähigen Wand steht und verschraubt wird. Wer das GS-Zeichen nicht nur lesen, sondern nachschlagen will, findet hier eine Nummer, die zum Modell passt, im Feld sonst nur beim 30 cm tiefen Arebos-Doppel. Nicht passend ist es für einen feuchten Keller und für jemanden, der kein Loch bohren darf.

SONGMICS GLR40SV im Keller: Kippschutz im Karton, 30 bis 40 Prozent Luftfeuchte im Heft

SONGMICS Schwerlastregal GLR40SV, 40 × 90 × 180 cm, 875 kg (Silbern)

SONGMICS Schwerlastregal GLR40SV, 40 × 90 × 180 cm, 875 kg (Silbern)

Einsteiger

Meistbewertetes Einzelregal der Stichprobe, mit Kippschutz im Karton und der strengsten Feuchtegrenze in der Anleitung.

4,2aus 5.622 Stimmen

Quelle: Amazon-Produktseite, Bewertungsfeld der Detailseite · abgerufen 2026-10-24

Dafür

  • Kippschutz mit Schrauben und Dübeln im Lieferumfang
  • Last als statische Belastbarkeit gekennzeichnet
  • Anleitung nennt eine konkrete Luftfeuchte statt nur „trocken“
  • In zwei halbhohe Regale teilbar
  • 4,2 Sterne bei 5.622 Rezensionen

Dagegen

  • Als Kellerregal angeboten, Anleitung empfiehlt 30 bis 40 Prozent Luftfeuchte
  • Raster und Eigengewicht im Angebot widersprüchlich
  • Keine Garantieangabe, kein Prüfzeichen

SONGMICS ist mit 17 Angeboten die häufigste Marke im Feld, und das GLR40SV ist eines der meistbewerteten: 5.622 Rezensionen mit im Mittel 4,2 Sternen. Es misst 180 × 90 × 40 cm, trägt laut Angebot 175 kg je Ablage und 875 kg im Ganzen und wiegt nach dem A+-Bereich 14,2 kg. Im Datenfeld stehen 26,24 Pfund, also knapp 12 kg. Ein Kippschutz liegt im Lieferumfang.

Bei den Lasten ist SONGMICS genauer als die meisten. „Maximale statische Belastbarkeit“ heißen die Werte, und ein Satz im Angebot stellt klar, dass sich die Belastbarkeit auf das statische Maximalgewicht bezieht. Statisch heißt: ruhende Last, kein Hineinwerfen, kein Daranhängen. Eine echte Bedingung zur Zahl ist das. Gleichmäßig verteilt muss die Last laut Anleitung auch sein, und die oberste Ablage soll nicht zu hoch gestapelt werden.

Beim Ort widerspricht sich SONGMICS selbst. Der Titel nennt das Regal Kellerregal, die Stichpunkte nennen Garage, Lagerraum und Keller. Die SONGMICS-Hinweise im A+-Bereich bitten, das Regal nicht in einer feuchten Umgebung aufzustellen. Konkret wird die Anleitung: nicht ins Badezimmer, nicht in die Waschküche, gut belüftet und trocken, und am besten eine Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 40 Prozent. Nasse Gegenstände wie Schuhe ließen das Regal schimmeln.

Zur Wand ist SONGMICS deutlicher als die Konkurrenz. Im Angebot steht die Bitte, das Regal mit dem mitgelieferten Kippschutz zu befestigen, in der Anleitung zusätzlich, je nach Wand könnten andere Schrauben nötig sein. In den Stichpunkten heißt der Kippschutz dagegen eine zusätzliche Sicherheit. Beim Raster stehen zwei Werte nebeneinander: Die Stichpunkte sagen, die Ablagen ließen sich um 5 cm verstellen, der A+-Bereich nennt 3 cm.

Gut aufgehoben ist es in einem Vorratsraum, einer Abstellkammer oder einer trockenen Garage, in der der Kippschutz an die Wand kommt. Für einen Keller, in dem Wäsche trocknet oder die Wand nach Regen feucht wird, ist es nach der eigenen Anleitung des Herstellers nicht gedacht. Ein Prüfzeichen nennt SONGMICS nicht, eine Garantieangabe fand sich weder im Angebot noch in der Anleitung.

Juskys Basic: „ohne Bohren“ im Angebot, „Rückseite an die Wand“ in der Anleitung

Juskys Schwerlastregal Basic, 2 Stück je 180 × 90 × 40 cm, 1.750 kg (Grau)

Juskys Schwerlastregal Basic, 2 Stück je 180 × 90 × 40 cm, 1.750 kg (Grau)

Mittelklasse

Doppelpack, das die Lastbedingung direkt neben die Zahl schreibt und ohne Bohren aufgestellt werden soll.

4,3aus 2.226 Stimmen

Quelle: Amazon-Produktseite, Bewertungsfeld der Detailseite · abgerufen 2026-10-24

Dafür

  • Lastbedingung steht im Angebot direkt bei der Zahl
  • Anleitung mit Wartungsplan und Umgebungstemperatur
  • Zwei Regale, 16 Kunststofffüße im Lieferumfang
  • Auch halbhoch mit Arbeitsplatte aufbaubar
  • 4,3 Sterne bei 2.226 Rezensionen

Dagegen

  • Angebot wirbt ohne Bohren, Anleitung stellt die Rückseite an die Wand
  • Datenfeld nennt Waschküche, die Fragen im Angebot schließen Feuchte aus
  • Laut Datenfeld nicht erweiterbar
  • Keine Garantieangabe, kein Prüfzeichen

Das Doppelpack Basic von Juskys besteht aus zwei Regalen mit je 180 × 90 × 40 cm und fünf Böden aus 4 mm starkem MDF. Besprochen wird die graue Ausführung mit 2.226 Rezensionen und im Mittel 4,3 Sternen. Hersteller laut Datenfeld ist die Juskys Gruppe GmbH, Herkunftsland China. Unter jedem Boden sitzt eine Mittelstrebe, 16 Kunststofffüße liegen bei.

Bei der Last gehört Juskys zu den wenigen, die die Bedingung ins Angebot schreiben. Jeder Boden trage bei gleichmäßiger Verteilung bis zu 175 kg, steht gleich im ersten Stichpunkt, und noch einmal im A+-Bereich. Ergänzend schließt die Anleitung punktförmige Stoßlasten aus und nennt eine Umgebungstemperatur von minus 5 bis 40 °C. Sie sieht vor jeder Be- und Entladung eine Sichtkontrolle vor und monatlich eine Prüfung der Böden auf Durchhängen.

Bei der Wand gehen Angebot und Anleitung verschiedene Wege. Das Angebot wirbt damit, dass weder Bohrmaschine noch Schrauben oder Dübel nötig seien, und verspricht einen kippfesten Platz. In der Anleitung steht dagegen, das Regal mit der Rückseite an eine Wand zu stellen und lotrecht auszurichten, notfalls mit Unterlegblechen. Eine Befestigung verlangt sie nicht. Wer das Regal frei in den Raum stellt, handelt also gegen die Anleitung, nicht aber gegen das Angebot.

Beim Raum ist es ähnlich gespalten. Kellerregal und Regal für Garage und Hof nennen es die Stichpunkte. In den Fragen und Antworten im A+-Bereich steht dagegen die Bitte, es nur in gut belüfteten Räumen ohne Feuchtigkeit zu nutzen. Das Datenfeld Raumtyp zählt Arbeitszimmer, Garage, Geräteschuppen, Keller und Waschküche auf. Die Waschküche schließt SONGMICS in seiner Anleitung ausdrücklich aus.

Sinnvoll ist es, wenn zwei Regale nebeneinander stehen sollen, nicht gebohrt werden darf und ein trockener Raum mit einer geraden Wand da ist. Im Datenfeld „Erweiterbar“ steht Nein. Ein Prüfzeichen nennt Juskys nicht. Zur Garantie fand sich keine Angabe; die Anleitung enthält aber einen Wartungsplan, wie ihn im Feld sonst nur die PROREGAL-Anleitungen haben.

SCHULTE MULTIplus: 175 kg im Titel, 250 kg in den Stichpunkten

SCHULTE Regalwelt Schwerlastregal MULTIplus, 180 × 90 × 40 cm, 5 MDF-Böden (Schwarz, R7118-05-16)

SCHULTE Regalwelt Schwerlastregal MULTIplus, 180 × 90 × 40 cm, 5 MDF-Böden (Schwarz, R7118-05-16)

Mittelklasse

Regal eines Herstellers mit Sitz und Fertigung in Deutschland, dessen Angebot zwei Lastwerte nennt.

4,4aus 286 Stimmen

Quelle: Amazon-Produktseite, Bewertungsfeld der Detailseite · abgerufen 2026-10-24

Dafür

  • Hersteller Gebrüder Schulte in Sundern, Herkunftsland Deutschland
  • Erklärt Feldlast und Fachlast im Angebot
  • Montagehinweis zur Lage des untersten und obersten Bodens
  • Böden aus PEFC-zertifiziertem Holz
  • 4,4 Sterne bei 286 Rezensionen

Dagegen

  • 175 kg im Titel, 250 kg in Stichpunkt und Datenfeld
  • Keine Anleitung am Angebot, keine Lastbedingung
  • Grobes Raster von 13 cm
  • Keine Garantieangabe

SCHULTE Regalwelt ist die Haushaltsmarke der Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG in Sundern. Im A+-Bereich nennt das Unternehmen Qualität „Made in Germany“ und mehr als 400 Mitarbeiter, das Datenfeld Herkunftsland sagt Deutschland. Das besprochene Regal MULTIplus mit der Modellnummer R7118-05-16 misst 180 × 90 × 40 cm, hat fünf MDF-Böden und ist schwarz pulverbeschichtet. 286 Rezensionen, im Mittel 4,4 Sterne.

Bei den Lasten stehen im selben Angebot zwei Zahlen. Der Titel nennt 175 kg je Ebene. Im ersten Stichpunkt ist von einer Fachlast bis zu 250 kg die Rede, begründet mit hoher Materialstärke, ohne einen Wert. Das Datenfeld führt 250 kg als maximale Nutzlast, dazu ein Mindestgewicht von 125 kg. Bei zwei anderen SCHULTE-Regalen der Stichprobe steht derselbe Satz mit der Zahl aus ihrem Titel, 150 kg und 65 kg. Beim MULTIplus weicht er vom Titel ab.

Dafür erklärt SCHULTE als einzige Marke im Feld die Begriffe. In den Fragen und Antworten unterscheidet das Angebot Feldlast als Gesamtbelastung eines Regalfeldes von Fachlast als Belastungsfähigkeit eines einzelnen Fachs. Dazu kommt ein Montagehinweis zur Lage der Böden: Der unterste Boden soll etwa 10 cm über dem Fußboden sitzen, der oberste mit dem Metallgerüst abschließen. Das Raster beträgt 13 cm, deutlich gröber als die 3,5 cm beim Taurus XL.

Eine Anleitung hängt nicht am Angebot, eine Bedingung für die Last nennt es nicht, und die Wandbefestigung erscheint nur als fünfter, optionaler Schritt in der Montagebeschreibung im Datenfeld. Ein Prüfzeichen nennt das Angebot nicht. Der Hersteller hält GS-Zeichen von TÜV Rheinland für andere Modellnummern, wie im Abschnitt zu den Prüfzeichen beschrieben.

Es passt zu jemandem, der einen Hersteller mit Sitz und Fertigung in Deutschland sucht und mit 175 kg je Boden rechnet, nicht mit 250 kg. Wer die höhere Zahl braucht, fragt vor dem Kauf beim Hersteller nach, welche für die R7118-05-16 gilt. Zur Garantie fand sich im Angebot nichts.

PROREGAL Rhino: 500 kg je Ebene, laut Anleitung nur für den Privatgebrauch

PROREGAL Profi Schwerlastregal Rhino, 180 × 200 × 60 cm, 500 kg je Ebene (Schwarz, RT16-02)

PROREGAL Profi Schwerlastregal Rhino, 180 × 200 × 60 cm, 500 kg je Ebene (Schwarz, RT16-02)

Premium

Zwei Meter breites Weitspannregal mit Spanplattenböden, das im Angebot für Betriebe und in der Anleitung nur privat empfohlen wird.

4,3aus 227 Stimmen

Quelle: Amazon-Produktseite, Bewertungsfeld der Detailseite · abgerufen 2026-10-24

Dafür

  • Höchste Last je Boden unter den fünf, 500 kg
  • Drei Mittelträger unter jedem 200 cm breiten Boden
  • 60 cm Tiefe, standsicher nach der DGUV-Regel bis 300 cm Höhe
  • Garantie und Ersatzteilzeitraum im Datenfeld genannt
  • Ausführliche Anleitung mit Wartungsplan

Dagegen

  • Angebot empfiehlt Betriebe, Anleitung erlaubt nur den Privatgebrauch
  • Lastbedingung nur in der Anleitung
  • Kein Lastschild beschrieben, obwohl die Fachlast über 200 kg liegt
  • 45 kg Eigengewicht und 2 m Breite verlangen Platz beim Aufbau

Das Rhino ist ein Weitspannregal: 180 cm hoch, 200 cm breit, 60 cm tief, vier Böden aus 8 mm Spanplatte, jeder von drei Mittelträgern gestützt. Es trägt laut Angebot 500 kg je Ebene und 2.000 kg im Ganzen, wiegt 45 kg und wird im Butterfly-Stecksystem mit dem Gummihammer aufgebaut. Verschraubbare Metallfüße stehen auf dem Boden. PROREGAL ist eine Marke der Procommerce Group GmbH in Höchberg; die Anleitung ist für sie hergestellt. 227 Rezensionen, im Mittel 4,3 Sterne.

Die Anleitung gehört zu den ausführlichsten im Feld. Sie verlangt eine gleichmäßige Beladung und schreibt, bei ungleichmäßiger Last oder Überschreitung der Fachbodenlast könnten Schäden auftreten. Punktuelle Stoßlasten und dynamische Lasten schließt sie aus. Der Aufstellort soll trocken sein und sich lüften lassen, das Regal mit der Rückseite an eine Wand. Optional lässt es sich über vier Löcher am Boden und zwei an der Wand verschrauben.

Beim Einsatz liegen Angebot und Anleitung am weitesten auseinander. Das Angebot nennt das Regal perfekt für den Profi-Einsatz in Werkstätten, Lägern und Betrieben, das Datenfeld empfiehlt den professionellen Einsatz in Werkstätten, Lagern und Gewerben. In der Anleitung steht, das Produkt sei ausschließlich für den Privatgebrauch entwickelt und nicht für gewerbliche Zwecke geeignet. Wer das Regal in einem Betrieb aufstellt, hat dafür keine Freigabe des Herstellers.

Für einen Betrieb käme ohnehin die DGUV-Information 208-061 ins Spiel. Mit 500 kg Fachlast liegt das Rhino über der Schwelle von 200 kg, ab der an einem Regal Hersteller, Typ, Baujahr und zulässige Lasten dauerhaft angebracht sein müssen. Ein solches Schild ist im Angebot nicht beschrieben. Im Haushalt spielt das keine Rolle, im Kleinbetrieb schon.

Sein Platz ist eine Garage oder Hobbywerkstatt mit sperrigen, schweren Kisten, für die 90 cm breite Böden zu schmal sind. Als einziges der fünf Regale nennt es im Datenfeld eine Garantie, zwei Jahre, und eine Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen über fünf Jahre. Nicht passend ist es für einen Betrieb, solange der Hersteller es nur für den Privatgebrauch freigibt.

Welches Schwerlastregal seine Zahl am besten belegt

Gemessen an der Frage dieser Seite, wer seine Zahl mit Bedingung und Nachweis belegt, gewinnt kein Regal auf ganzer Linie. Jedes der fünf hat mindestens einen Widerspruch zwischen Angebot und Unterlage. Der Unterschied liegt darin, was sich trotzdem nachprüfen lässt.

Empfehlung für einen trockenen Keller, eine Garage oder Werkstatt, wenn das Regal an einer tragfähigen Wand gesichert wird und die Last gleichmäßig liegt

Arebos Schwerlastregal 180 × 90 × 40 cm, 875 kg (Schwarz, AR-HE-SLR02S)

Arebos Schwerlastregal 180 × 90 × 40 cm, 875 kg (Schwarz, AR-HE-SLR02S)

Einsteiger

Eines von zwei der 136 Regale, beide von Arebos, deren GS-Zeichen sich mit Nummer, Modell und Datum in der Liste der Prüfstelle wiederfinden (TÜV SÜD Z1A 076828 0074, AR-HE-SLR02G/B/S, ausgestellt am 19.02.2025, gültig), und die Anleitung nennt Lastbedingung, Wandhalterung und Feuchteverbot. Dagegen: Angebot 0,63 mm, Anleitung 0,7 mm; Wand und Feuchte stehen nur in der Anleitung.

4,4aus 1.237 Stimmen

Quelle: Amazon-Produktseite, Bewertungsfeld der Detailseite · abgerufen 2026-10-24

Bei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)Partnerlink

Das Arebos AR-HE-SLR02S ist eines von zwei Regalen im Feld, beide von Arebos, deren Prüfzeichen sich mit Nummer, Modell und Datum in der Liste der GS-Stelle wiederfinden. Ein GS-Zeichen sagt nicht, dass das Regal 875 kg an jeder Stelle trägt. Es sagt, dass ein Baumuster gegen die Sicherheitsanforderungen geprüft wurde und die Fertigung überwacht wird. Dazu nennt die Anleitung die Bedingungen, die man kennen muss: gleichmäßige Last, Wandhalterung, kein feuchter Raum.

Wer statt Nachweis eine vollständige Bedingung im Angebot sucht, ist bei Juskys besser aufgehoben, wo die gleichmäßige Verteilung direkt neben der Zahl steht. Einen Kippschutz im Karton bietet das SONGMICS GLR40SV, sofern man sich an dessen Feuchtegrenze hält. Mehr Last je Boden trägt im Feld das Rhino, solange es privat genutzt wird.

Einsteiger, Mittelklasse, Premium: was ein XXL-Regal mit 60 cm Tiefe mehr kann

Für die Segmente wurden die 140 Angebote mit lesbarer Kaufbox nach ihrem Angebotsniveau je Regal in drei gleich große Gruppen geteilt. Einsteiger sind hier das Arebos und das SONGMICS GLR40SV, Mittelklasse das Juskys-Doppelpack in Grau und das SCHULTE MULTIplus, beide knapp über der Grenze. Premium ist das PROREGAL Rhino.

Vom Einsteiger zur Mittelklasse ändert sich an der Zahl nichts. Alle vier Regale mit 180 × 90 × 40 cm nennen 175 kg je Boden, und bei dreien steht die Zahl 875 kg. Was der Sprung bringt, ist eher Ausstattung und Herkunft: zwei Regale statt einem bei Juskys, eine Fertigung in Deutschland und eine Erklärung der Begriffe bei SCHULTE. Eine höhere Fachlast bringt er nicht, und auch keine Bedingung, die verlässlicher wäre.

Der Sprung zum Premium ist ein Sprung in eine andere Bauart. Das Rhino ist doppelt so breit, um die Hälfte tiefer und trägt fast dreimal so viel je Boden. Mehr Tiefe heißt zugleich mehr Standsicherheit: Nach der DGUV-Regel stünde ein 60 cm tiefes Regal bis 300 cm Höhe ohne besondere Sicherung, ein 40 cm tiefes bis 200 cm. Wer Reifen, Werkzeugkisten oder Umzugskartons lagert, die nicht in 40 cm passen, gewinnt hier tatsächlich etwas.

Wo der Sprung nichts bringt: bei Vorräten, Konserven, Farbeimern und Kisten, die auf einem 90 cm breiten Boden Platz finden. Hier reicht ein Regal mit 175 kg je Boden, solange die Last verteilt liegt. Auch ein Prüfzeichen ist keine Frage des Segments. Ein nachprüfbares GS-Zeichen hat das Einsteigerregal dieser Seite, die beiden Premium-Angebote mit TÜV-Hinweis haben keines, das sich nachschlagen ließe.

Bei der Lebensdauer gibt es keinen belegten Unterschied. Keine Unterlage nennt eine Nutzungsdauer, auch wenn die Autovervollständigung danach fragt. Ersatzteile nennt nur das Rhino mit fünf Jahren. Zum Zeitpunkt sagt das Gesetz etwas, nicht die Hersteller: Ein GS-Zeichen gilt höchstens fünf Jahre. Die Bescheinigung für das Arebos-Regal vom Februar 2025 ist demnach spätestens im Februar 2030 neu fällig, und wer später kauft, schlägt die Nummer noch einmal nach.

Getränkekisten, Reifen, Ordner: die Fachlast umgerechnet auf Meter, Fläche und Stück

Die Zahl im Titel hilft beim Einräumen wenig. Eine Fachlast von 175 kg sagt erst etwas, wenn man sie auf das eigene Ladegut umrechnet. Beide Tabellen kommen dabei ohne Annahmen über bestimmte Kisten aus: Die erste rechnet die Fachlast auf Meter und Fläche um, die zweite, wie schwer ein einzelnes Stück bei einer bestimmten Stückzahl je Boden sein darf. Das Gewicht der eigenen Kisten, Reifen oder Ordner wiegt man selbst.

Fachlast umgerechnet, gleichmäßig verteilte Last vorausgesetzt
Boden (B × T)Fachlastje Meterje m²
90 × 40 cm175 kgrund 194 kg/mrund 486 kg/m²
90 × 40 cm160 kgrund 178 kg/mrund 444 kg/m²
160 × 60 cm250 kgrund 156 kg/mrund 260 kg/m²
200 × 60 cm500 kg250 kg/mrund 417 kg/m²

Warum ein breiteres Regal nicht automatisch mehr trägt, zeigt die erste Tabelle. Das Taurus XL mit 160 cm Breite und 250 kg je Boden liegt je laufendem Meter unter dem Standardregal mit 175 kg auf 90 cm. Mit 250 kg je Meter liegt das Rhino darüber; unter jedem seiner Böden sitzen drei Mittelträger. Bei der Fläche liegt das schmale Regal vorn, weil es nur 40 cm tief ist.

Wie schwer ein Stück sein darf, wenn es sich gleichmäßig über den Boden verteilt
Stück je Bodenbei 175 kgbei 250 kgbei 500 kg
287,5 kg125 kg250 kg
443,75 kg62,5 kg125 kg
6rund 29 kgrund 42 kgrund 83 kg
1017,5 kg25 kg50 kg

So liest man die zweite Tabelle: Wer auf einen Boden mit 175 kg vier gleich große Kisten nebeneinander stellt, darf in jede bis knapp 44 kg einräumen, wenn die Kisten den Boden gleichmäßig ausfüllen. Bei zehn Aktenordnern auf einem Boden sind es 17,5 kg je Ordner, eine Grenze, die kein Ordner erreicht. Reifen werden zum Problem, sobald sie gestapelt auf einer kleinen Fläche stehen; dann gilt die Rechnung nicht mehr, weil die Last nicht verteilt ist.

Grenzwerte aus der DGUV-Information 208-061, auf Regalmaße übertragen
MaßRegelErgebnis
Tiefe 30 / 40 / 45 / 60 cmoberste Ablage höchstens 5 × Tiefe150 / 200 / 225 / 300 cm
Boden 90 / 120 / 200 cm, MetallDurchbiegung höchstens 1/2004,5 / 6 / 10 mm
Boden 90 / 120 / 200 cm, HolzwerkstoffDurchbiegung höchstens 1/1506 / 8 / rund 13 mm
Stütze 180 / 200 cm hochAbweichung vom Lot höchstens 1/2009 / 10 mm

Die DGUV-Werte gelten für Betriebe und sind kein Maßstab, den ein Hersteller im Haushalt einhalten muss. Sie geben aber eine Größenordnung. Hängt ein 90 cm breiter MDF-Boden nach dem Einräumen mehr als 6 mm durch, ist er stärker belastet, als ein Betrieb es dulden würde. Weicht ein 180 cm hohes Regal oben um mehr als 9 mm vom Lot ab, steht es schief, und die Lastangaben der Hersteller setzen ein lotrechtes Regal voraus.

Feuchter Keller, schwimmender Boden, Europalette: wer ein anderes Regal braucht

Wer einen feuchten Keller hat, ist mit einem Regal aus Stahl und MDF-Böden schlecht bedient. Bei 37 der 71 Angebote mit lesbarer Unterlage schließt diese feuchte Räume aus oder verlangt einen trockenen Aufstellort, und wo sie einen Grund nennen, sind es die Böden aus Holzwerkstoff oder Schimmel. Als Alternative bleiben Regale ohne Holz: Kunststoffregale, wie sie fünfmal unter den Suchergebnissen stehen, oder Metallregale mit Metall- oder Gitterböden. Welcher Werkstoff im feuchten Keller hält, ist eine eigene Frage, die eine Anleitung nicht beantwortet. Verzinkten, beschichteten und rostfreien Stahl, Aluminium und Kunststoff stellt der Werkstoffvergleich im Ratgeber zum feuchten Keller nebeneinander, jeweils mit der Grenze, die eine Quelle nennt.

Ob ein Keller zu feucht ist, klärt man besser vor dem Kauf. Dass dort die Feuchte von unten vor jeder Kaufentscheidung steht, zeigt auch der Fall zum PVC-Boden für Hobbyraum, Werkstatt und Keller. Für ein Regal gilt dieselbe Reihenfolge: erst den Raum prüfen, dann den Werkstoff wählen.

Wer auf einem schwimmend verlegten Boden aus Vinyl oder Laminat aufstellen will, prüft zuerst den Boden. Ein voll beladenes Regal ist ein schweres, feststehendes Möbel, und die Bodenhersteller regeln, wie viel davon auf einer schwimmenden Fläche stehen darf. Was Meister, Parador, COREtec und andere dazu schreiben, steht im Verlege-Ratgeber beim Abschnitt zu schweren Möbeln auf schwimmendem Vinyl.

Ähnlich ist es auf Teppichfliesen im Hobbyraum. Hohe Punktlasten können Fliesen verschieben und aus dem Verband drücken, so warnen Interface und Balta, und schwere Möbel kommen beim Transport auf Platten. Die Hinweise dazu bündelt der Abschnitt über Möbel nach dem Verlegen von Teppichfliesen. Ein Schwerlastregal auf vier kleinen Füßen ist eine solche Punktlast.

Wer Europaletten oder Lasten mit dem Stapler einlagert, braucht ein Palettenregal und gehört in die Welt der Lagertechnik, nicht zu diesem Feld. Für Regale, die mit Fördermitteln be- und entladen werden, verlangt die DGUV-Information 208-061 eigene Sicherungen, einen Anfahrschutz und gesicherte Träger. Die Haushaltsregale dieser Seite sind dafür nicht gebaut, und mehrere Anleitungen schließen gewerbliche Nutzung ausdrücklich aus.

Wer Bücher, Deko oder Ordner im Wohnraum unterbringt, braucht kein Steckregal mit 175 kg je Boden. Für solche Lasten reicht ein Regal mit deutlich weniger Fachlast, und im Wohnraum zählen eher Material und Erweiterbarkeit. Die Übersicht der Regale auf kritero ordnet die Bauarten nach Raum und Last.

Boden hängt durch, Regal schwankt: die Zeichen eines Fehlkaufs in den ersten zwei Wochen

Ein Schwerlastregal verrät nach zwei Wochen ziemlich deutlich, ob es zum Raum und zur Last passt. Das erste Zeichen ist ein Boden, der in der Mitte nachgibt. Bei einem MDF-Boden von 90 cm darf man nach den DGUV-Werten mit wenigen Millimetern rechnen. Sieht man die Wölbung mit bloßem Auge, kann zu viel Last auf zu kleiner Fläche liegen oder die Mittelstrebe nicht richtig sitzen.

Ein zweites Zeichen ist Bewegung. Schwankt ein beladenes Steckregal, wenn man etwas herausnimmt, steht es nicht lotrecht, hat ungleich hohe Böden oder Steckverbindungen, die nicht ganz eingerastet sind. PROREGAL und Juskys verlangen, dass alle Ebenen einen gleichen Abstand haben, damit das Regal stabil bleibt, und ein schiefer Kellerboden gleicht sich nicht von allein aus.

Der Raum selbst ist das dritte Zeichen. Riechen die Böden muffig, zeigen sich Flecken oder Quellen an den Kanten, spricht das für einen Keller, der feuchter ist, als das Regal nach Herstellerangabe verträgt. SONGMICS warnt, das Regal könne schimmeln, wenn nasse Gegenstände darauf stehen, und mehrere Hersteller schreiben, die Holzwerkstoffplatten könnten in feuchten Räumen Schaden nehmen. Was in solchen Fällen hilft, fasst die Tabelle zusammen.

Was tun, wenn das Schwerlastregal nach dem Aufbau Probleme macht
Was man siehtWoran es liegtWas hilft
Boden hängt in der Mitte durchLast zu schwer oder auf zu kleiner Fläche, Strebe fehltLast verteilen oder tiefer stellen, Strebe prüfen, Boden tauschen
Regal schwankt beim Einräumennicht lotrecht, Böden ungleich, Steckung lockerausrichten, Unterlegbleche, Abstände angleichen, Wand
Steckverbindung geht nicht zuLaschen zu eng oder verbogenGummihammer mit Holzklotz, Lasche vorsichtig richten
Flecken, Geruch, aufgequollene Kantenzu feuchter Raum für Holzwerkstofflüften, umstellen, Böden ohne Holz wählen
Wand bröselt am DübelDübel passt nicht zum WandbaustoffBefestigung für diese Wand wählen

Zu eng sitzende Steckverbindungen beschreibt ein Ratgeber unter den Suchtreffern als verbreitetes Ärgernis beim Aufbau. Für den Fall haben die Anleitungen eigene Mittel. PROREGAL empfiehlt einen Gummihammer und ein Kantholz auf der Schlagfläche, Arebos biegt die Steckzunge der Bodenverstärkung leicht um, damit sie nicht herausrutscht. Elektrische Schrauber sind bei PROREGAL ausdrücklich verboten. Wer aufbauen darf, regelt dieselbe Anleitung knapp: empfohlen sind zwei Personen mit Schutzhandschuhen, und Montage, Wartung und Reinigung sollen nicht Kinder übernehmen.

Wer nach zwei Wochen umstellen will, räumt zuerst aus. PROREGAL und Juskys verlangen, das Regal nur unbeladen zu transportieren und es nicht über den Untergrund zu schieben, PROREGAL ausdrücklich mit einer zweiten Person. Erst danach wird am neuen Platz wieder ausgerichtet und eingeräumt.

Kontrolle, Ersatzteile, Garantie: was ein Schwerlastregal im Alltag verlangt

Ein Steckregal braucht keinen Strom und kein Verbrauchsmaterial. Was es verlangt, ist Kontrolle. Den genauesten Plan haben PROREGAL und Juskys: vor jeder Be- und Entladung eine Sichtprüfung des Gesamtzustands und der Anbauteile, monatlich eine Prüfung der Böden auf Beschädigung und Durchhängen. Schrauben, wo es welche gibt, sollen regelmäßig nachgezogen werden.

In Betrieben kommen nach der DGUV-Information 208-061 wiederkehrende Prüfungen durch zur Prüfung befähigte Personen hinzu, wenn mit Schäden zu rechnen ist, etwa durch Gabelstapler. Im Haushalt gibt es keine solche Pflicht. Die Logik bleibt dieselbe: Ein verbogenes Profil, ein angeknackster Boden oder eine Steckverbindung, die nicht mehr greift, gehört getauscht, bevor das Regal wieder beladen wird. Mehrere Anleitungen untersagen die Nutzung mit defekten oder fehlenden Teilen.

Dünn dokumentiert ist die Ersatzteillage. Von den fünf Regalen nennt nur das Rhino im Datenfeld eine Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen, fünf Jahre. PROREGAL verkauft im eigenen Shop Zubehör wie Regalverbinder und eine Zusatzebene für das Taurus XL mit 250 kg Fachlast. Für die übrigen vier Regale dieser Seite fand sich keine Angabe zu einzelnen Böden oder Profilen, obwohl „schwerlastregal boden einzeln“ und „schwerlastregal ersatzteile“ in der Autovervollständigung stehen.

Eine Garantie nennt von den fünf Regalen nur das Rhino, zwei Jahre im Datenfeld. Zum Abwicklungsweg sagt das Angebot nichts. Für Transportschäden nennt die PROREGAL-Anleitung eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer der Procommerce Group, bei Arebos steht in der Anleitung eine Kundenservicenummer in Würzburg.

Im ganzen Feld sieht es kaum anders aus. Eine Garantiedauer im Angebotstext nennen sechs der 136 Angebote, jedes Mal fünf Jahre: drei von PROREGAL, zwei von HEMMDAL, eines von Simon Rack. Im Datenfeld Garantie steht bei 18 Angeboten etwas, darunter ein bloßer Strich und „Manufacturer limited warranty“. Wie belastbar diese Felder sind, zeigt PROREGAL selbst: Beim Giant Tiger XL nennt der Text fünf Jahre Garantie, das Datenfeld zwei. SCHULTE trägt bei einem Steckregal zwei Jahre ein, bei einem Schwerlastregal 25 Jahre. Wer mit einer Garantie rechnet, lässt sie sich vom Verkäufer schriftlich bestätigen.

Am Ende des Regallebens bestehen die Regale aus Stahl und Holzwerkstoff. Die Anleitungen von PROREGAL und Juskys nennen für die Verpackung die regionale Wertstoffsammlung, Arebos verweist für das Altgerät auf die örtlichen Entsorgungsbetriebe und Wertstoffhöfe.

Getränkekistenregal, Kunststoffregal, Palette: wann die einfachere Lösung reicht

Nicht jede schwere Last braucht ein Schwerlastregal. Wer nur Getränkekisten lagert, kommt mit einem Getränkekistenregal aus. Unter den Suchergebnissen stand eines von SONGMICS mit drei Ebenen für sechs Kisten, als Anzeige. Ein Schwerlastregal mit fünf Böden ist für Kisten oft höher als nötig, und die oberen Böden bleiben leer.

Wer einen feuchten Raum hat und leichtere Lasten, ist mit einem Kunststoffregal besser bedient als mit MDF auf Stahl. Die Kunststoffregale im Feld nennen deutlich niedrigere Lasten, 80 kg für ein ganzes Regal bei Ondis24, 280 kg bei Kreher. Holzwerkstoff, den die Hersteller der Metallregale in feuchten Räumen ausschließen, haben sie nicht, und für Blumentöpfe, Schuhe oder leere Kisten reicht ihre Last.

Wer nur wenige, sehr schwere Stücke hat, etwa Säcke, einen Satz Reifen oder Fliesenreste, stellt sie auf eine Palette oder eine Holzplatte am Boden. Dort kann nichts kippen und nichts durchbiegen, und die Unterlage hält die Last vom feuchten Beton fern.

Und wer nur ein Regal mit 175 kg je Boden braucht, aber keines, das den Titel Schwerlastregal trägt, findet dieselben Maße unter Bezeichnungen wie Lagerregal, Kellerregal oder Steckregal. Auch bei OBI, Bauhaus und Hornbach, nach denen die verwandten Suchanfragen fragen, stehen Regale derselben Marken in den Listen, etwa von PROREGAL. Die Zahl ist dieselbe, die Fragen an das Angebot auch.

Schwerlastregal prüfen vor dem Kauf: sieben Fragen an das Angebot

Was sich aus 136 Angeboten und 64 Unterlagen ableiten lässt, passt auf eine kurze Liste. Sie richtet sich an das Angebot und an die angehängte Datei, nicht an die Zahl im Titel.

  1. Wie viel trägt ein Boden, und wo steht der kleinste Wert, der zum Regal genannt wird? Mit diesem Wert rechnen, nicht mit der Gesamtlast.
  2. Unter welcher Bedingung gilt die Zahl: gleichmäßig verteilt, statisch, mit Wandbefestigung? Steht das nicht im Angebot, die Anleitung öffnen.
  3. Hängt überhaupt eine Anleitung am Angebot, und passt sie nach Modell und Maßen? Bei 57 von 136 Angeboten fehlte sie.
  4. Verlangt die Anleitung eine Wandbefestigung, und liegt das Material bei? Wer nicht bohren darf, sucht ein Regal, dessen Unterlage das nicht verlangt.
  5. Schließt die Anleitung feuchte Räume aus oder nennt sie eine Luftfeuchte? Den eigenen Keller daran messen.
  6. Ist das Regal tiefer als ein Fünftel seiner Höhe bis zur obersten Ablage? Sonst gehört es an die Wand.
  7. Nennt das Angebot ein Prüfzeichen mit Nummer, und steht die Nummer in der Liste der GS-Stelle? Ohne Nummer ist „TÜV-geprüft“ eine Behauptung.

Geprüft wurde am 24. Oktober 2026. Angebote, Anleitungen und Datenbanken ändern sich, und mit ihnen die Zahlen dieser Seite. Verantwortlich ist der Fachbereich Regale, der die Datenstände führt und bei geänderten Angeboten nachzählt.

Wer einen Fehler findet, etwa eine Anleitung, die inzwischen zum Modell passt, oder eine Prüfnummer, die hier fehlt, meldet ihn über die Korrekturseite von kritero. Geänderte Angaben stehen danach datiert im Protokoll am Ende dieser Seite.

Häufige Fragen

Wie viel trägt ein Schwerlastregal mit 875 kg auf einem Boden?

Meist 175 kg, denn 875 kg sind die Summe aus fünf Böden. Diese 175 kg gelten nach den Anleitungen für eine gleichmäßig verteilte Last, bei SONGMICS ausdrücklich als statische Belastbarkeit. Für schwere Einzelstücke mit kleiner Standfläche nennt kein Angebot einen Wert; PROREGAL und Juskys schließen punktuelle Stoßlasten ausdrücklich aus.

Muss ein Schwerlastregal an der Wand befestigt werden?

Viele Hersteller verlangen es in der Anleitung, auch wenn das Angebot schweigt. Von 71 Angeboten mit lesbarer Unterlage verlangen 22 die Wandbefestigung, neun empfehlen sie. Nach der DGUV-Information 208-061 gilt ein von Hand beladenes Regal als standsicher, wenn die oberste Ablage höchstens fünfmal so hoch liegt wie das Regal tief ist.

Ist ein Schwerlastregal mit MDF-Böden für den feuchten Keller geeignet?

Nach den Herstellern nicht. Von 71 Angeboten mit lesbarer Unterlage schließt diese bei 37 feuchte Räume aus oder verlangt einen trockenen Aufstellort; wo ein Grund steht, sind es die Böden aus Holzwerkstoff oder Schimmel. SONGMICS empfiehlt eine Luftfeuchte zwischen 30 und 40 Prozent. Für feuchte Räume kommen Regale ohne Holzböden in Frage.

Was ist der Unterschied zwischen Fachlast und Feldlast?

Die Fachlast ist die Last, die in ein Fach, also auf einen Boden, eingebracht werden darf. Die Feldlast ist die Summe der Fachlasten in einem Feld, meist bei gleichmäßig verteilter Last, so definiert es die DGUV-Information 208-061. Sie kann kleiner sein als alle Böden zusammen, etwa beim Taurus XL mit sieben Böden zu 250 kg und 1.250 kg Gesamtlast.

Wie prüft man, ob ein GS- oder TÜV-Zeichen bei einem Regal stimmt?

Mit der Nummer der Bescheinigung. Nach § 22 des Produktsicherheitsgesetzes muss jede GS-Stelle eine Liste aller GS-Bescheinigungen veröffentlichen, etwa im Certificate Explorer von TÜV SÜD oder in Certipedia von TÜV Rheinland. Von 136 Angeboten nannten acht GS oder TÜV, nur drei eine Nummer.

Wie tief sollte ein Schwerlastregal sein?

Tief genug für das Ladegut und für die Standsicherheit. Nach der Faustregel der DGUV-Information 208-061 reichen 40 cm für eine oberste Ablage bis 200 cm, 30 cm nur bis 150 cm. Ein 180 cm hohes Regal mit 30 cm Tiefe gehört deshalb an die Wand.

Quellen

  1. [1]DGUV Information 208-061 Lagereinrichtungen und Ladungsträger (Fassung Juli 2024), Kapitel 4, Volltext bei der BGN· abgerufen 2026-10-24
  2. [2]Produktsicherheitsgesetz, § 20 Zuerkennung des GS-Zeichens· abgerufen 2026-10-24
  3. [3]Produktsicherheitsgesetz, § 22 Pflichten der GS-Stellen· abgerufen 2026-10-24
  4. [4]Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit, Artikel 19 (EUR-Lex)· abgerufen 2026-10-24
  5. [5]TÜV SÜD Certificate Explorer, Bescheinigungen der CANBOLAT Vertriebsgesellschaft mbH· abgerufen 2026-10-24
  6. [6]TÜV Rheinland Certipedia, GS-Zeichen Regal der Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG (ID 1111321624)· abgerufen 2026-10-24
  7. [7]PROREGAL: Schwerlastregal TAURUS XL mit sieben Fachböden, Produktinformationen· abgerufen 2026-10-24
  8. [8]PROREGAL: Aufbauanleitung und Sicherheitsinformationen Schwerlastregal TAURUS (PDF)· abgerufen 2026-10-24

Welche Quellenarten wie gewichtet werden, steht auf Quellen.

Änderungen an diesem Beitrag

  1. 2026-10-27Neue Links auf die Ratgeber zu Befestigung, Tragkraft und feuchtem Keller; der Hinweis am Ende von „Wer ein anderes Regal braucht“ zeigt jetzt auf die Karte der Übersichtsseite. Korrigiert: Auf einen Boden von 90 × 40 cm passen drei volle Getränkekisten, nicht sechs, und die Stücktabelle nimmt gleich große Kisten an. Präzisiert: Auch das Arebos-Doppel AR-HE-SW30 zeigt eine GS-Nummer, die zum Modell passt (TÜV SÜD Z1A 076828 0066).
  2. 2026-10-24Ersterstellung. 136 freistehende Metallregale der Amazon-Suche „schwerlastregal“ (Seiten 1 bis 3) auf Lastangabe, Bedingung, Wandbefestigung, Feuchte, Stahlstärke, Böden und Prüfzeichen ausgezählt, 64 angehängte Anleitungen gelesen, GS-Nummern in den Datenbanken von TÜV SÜD und TÜV Rheinland nachgeschlagen; fünf Regale von Arebos, SONGMICS, Juskys, SCHULTE und PROREGAL an der DGUV-Information 208-061 gemessen.

Das Veröffentlichungsdatum bleibt bei Korrekturen unverändert. Wie mit Fehlern umgegangen wird, steht auf Korrekturen.