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Vergleich

Leuchtende Wandtattoos: was hinter der Stundenzahl steckt

13 von 48 Leuchtstickern nennen 4 bis 15 Stunden Leuchtdauer, keiner einen Messwert dazu. Fünf Sets an dieser einen Zahl gemessen, DIN 67510-1 als Maßstab.

Veröffentlicht
2026-10-16
Zuletzt geändert
geändert 2026-10-16
Zuletzt geprüft
geprüft 2026-10-16

Worum es hier geht

Für wen
Eltern und Erwachsene, die Leuchtsterne oder nachleuchtende Wandsticker für Kinder- oder Schlafzimmer suchen und wissen wollen, was die angegebene Leuchtdauer wert ist.
Beantwortete Frage
Wie lange leuchtet ein Leuchtsticker nach dem Licht-aus wirklich, und welches von fünf Sets sagt das so, dass man es nachprüfen kann?
Nicht behandelt
Schadstoffe und Weichmacher (dafür gibt es den Kinderzimmer-Vergleich), der Halt auf Raufaser (Raufaser-Vergleich), elektrische Leuchtsterne mit Batterie, LED oder Projektor und das Anbringen Schritt für Schritt.
Fünf Leuchtsets, Stand 16.10.2026. Die erste Zeile gibt wieder, was Angebot oder Shopseite über die Leuchtdauer sagen; ob und womit das gemessen wurde, steht in der zweiten. Leere Zellen heißen, dass weder Angebot noch Herstellerseite eine Angabe machen.
MerkmalUnsere Empfehlungwandtattoos.de Wandtattoo Leuchtende Sterne, 140 Sterne (Motiv-Nr. 100173)Premium
Yosemy Leuchtsterne mit Planeten und Astronaut, 849 Teile auf vier Bögen
Yosemy Leuchtsterne mit Planeten und Astronaut, 849 Teile auf vier BögenEinsteiger
Seeshine Leuchtsterne mit Mond, 498 Teile laut Titel
Seeshine Leuchtsterne mit Mond, 498 Teile laut TitelEinsteiger
SNAIL GARDEN Leuchtaufkleber Sonnensystem mit 9 Planeten, 470 Teile
SNAIL GARDEN Leuchtaufkleber Sonnensystem mit 9 Planeten, 470 TeileEinsteiger
GLOCARNIVAL 3D-Leuchtsterne aus Kunststoff, 200 Sterne und ein Mond
GLOCARNIVAL 3D-Leuchtsterne aus Kunststoff, 200 Sterne und ein MondMittelklasse
Leuchtdauer laut Angebotkeine Stundenzahl; 23 mcd/m² nach 10 Minuten, 3,0 mcd/m² „nach 3 Stunden“ (Infoseite des Shops)„bis zu 8 Stunden und länger“„8 bis 15 Stunden“ nach 20 Minuten; an anderer Stelle „mehrere Stunden oder länger“ nach 15 bis 30 Minuten„4-6 Stunden“, wenn 30 Minuten Licht aufgenommen wurdenkeine Stundenzahl; „Längere Leuchtdauer“, „Lange Beleuchtungszeit“
Messwert oder NormLeuchtdichte in mcd/m²; Folie laut Shop auch für Fluchtwegkennzeichnung nach DIN 67510 genutzt; Anregung und Prüfstelle nicht genanntnicht genanntnicht genanntnicht genanntnicht genannt
Laden: Licht und DauerNachttischlampe, Taschenlampe oder direktes Sonnenlicht; keine Dauer, „je direkter, länger und heller“30 Minuten bis 1 Stunde Tageslicht oder künstliches Licht20 Minuten Taschenlampe oder Sonnenlicht; an anderer Stelle 15 bis 30 oder 30 Minuten30 Minuten; Sonne am Tag oder LED-Lampe15 bis 30 Minuten unter einer Lichtquelle; zum Testen über 2 Stunden oder UV-Stiftlampe
Leuchtstoff, Leuchtfarbenicht genannt; bei Tag weiß mit blassgelbem Ton, leuchtet grün-gelb„spezielle fluoreszierende Materialien“, kein Stoff genannt; Datenfeld Farbe Blaunicht genannt; blaue Sterne, Mond „sky blue glowing“nicht genannt; „fluoreszierend“„fluoreszierendes Pulver“, „nicht-radioaktiv“; Leuchtfarbe gelb-grün
Material und Bauartnachleuchtende Folie, 0,15 mm, selbstklebendPVC laut Text und Datenfeld, Abschluss transparentPVC laut Datenfeld, glänzendPVC laut Text und Datenfeld, glänzendfeste Sterne aus Kunststoff, 3D; bei Tag rot, grün, blau und gelb
Teile und Größen140 Sterne je Bogen, 5-zackig 1,5 × 1 bis 4 × 3,8 cm, 4-zackig 2 × 2 bis 8 × 8 cm; Sets mit 280 und 420 Sternen849 Teile laut Titel: zwei Bögen Planeten und Astronaut, je einer Sterne und Punkte; Datenfeld 5 StückTitel 498, Beschreibung 1108, A+-Text 1012, Datenfeld 1086 Teile; Mond 28 cm, Sterne bis 14 cm, Punkte ab 0,5 cm1 Erde 15 cm, 9 Planeten, 300 Sterne 1 bis 2,5 cm, 6 3D-Sterne, 154 Quadrate 0,4 cm200 Sterne je 3 cm und ein Mond
Kleben und Ablösenselbstklebend; laut Shop liegt jeder Bestellung ein Probe-Wandtattoo beiDatenfeld wiederverwendbar; Datenfeld nicht wasserfestselbstklebend; Datenfeld wiederverwendbar, nicht wasserfestselbstklebend; Datenfeld Einmalgebrauch220 Schaumstoff-Klebepads laut Beschreibung, „klebriger Kitt“ laut Stichpunkt; Datenfeld Einmalgebrauch
Untergrundsauber, trocken, fettfrei, frei von Latex und Silikonglatte, silikon- und latexfreie Wände, Raufaser genannt; unebene Wände ausgeschlossentrocken und sauber; Wände und Deckenebene Fläche an Wand oder DeckeWand oder Decke „jeder Textur“; Datenfeld Oberflächenempfehlung Holz
Zum AngebotBei wandtattoos.de ansehen(öffnet in neuem Tab)Händler-Direktlink, keine ProvisionBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)PartnerlinkBei Amazon ansehen(öffnet in neuem Tab)Partnerlink

Einschlafen oder drei Uhr nachts: wofür ein leuchtendes Wandtattoo leuchten soll

Bevor es um Marken geht, eine Frage, an der die ganze Empfehlung hängt. Soll das leuchtende Wandtattoo die erste halbe Stunde nach dem Licht-aus begleiten, also das Einschlafen? Oder soll es um drei Uhr nachts noch zeigen, wo die Tür ist? Für den ersten Zweck reichen die ersten, hellsten Minuten, und die haben die Sets, die bei Amazon unter „wandtattoo leuchtend kinderzimmer“ oder „schlafzimmer“ zu finden sind. Beim zweiten taugt keines nachweislich, und genau das verschweigen die Angebote, wenn sie „bis zu 8 Stunden“ oder „8-15 Stunden“ versprechen.

Warum das so ist, zeigt eine einzige Messreihe. Der Folienhersteller ORAFOL nennt für seine Leuchtfolie ORALUX 9300 im technischen Datenblatt eine Leuchtdichte von 23,0 Millicandela je Quadratmeter zehn Minuten nach dem Ende der Beleuchtung. Nach 60 Minuten sind es noch 3,0. Auf 0,3 mcd/m² sinkt der Wert nach 340 Minuten, das sind fünf Stunden und 40 Minuten. Gemessen wurde nach DIN 67510-1, der deutschen Norm für nachleuchtende Pigmente und Produkte.

Zwischen der zehnten und der sechzigsten Minute verliert die Folie also rund 87 Prozent ihrer Leuchtdichte. Das hellste Leuchten liegt am Anfang, danach geht es schnell bergab und dann sehr langsam weiter. Wie hell 0,3 mcd/m² fürs Auge sind, sagt weder das Datenblatt noch der Prüfbericht dazu. Der japanische Pigmenthersteller Nemoto schreibt nur, wie lange man ein Nachleuchten sieht, hänge unter anderem davon ab, wie gut sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und ob eine Straßenlaterne oder der Mond mit ins Zimmer scheint.

Daraus folgt die Kippfrage dieser Seite. Wer ein Leuchten zum Einschlafen sucht, braucht vor allem die ersten Minuten, und die liegen bei nachleuchtendem Material immer am Anfang. Den Weg zur Toilette zu finden, verlangt dagegen eine Angabe für die vierte oder fünfte Stunde. Keines der 48 Angebote, die für diesen Vergleich gelesen wurden, nennt sie in einer Einheit, mit der sich etwas anfangen ließe. Die Empfehlung weiter unten gilt deshalb für den ersten Fall. Was im zweiten hilft, steht im Abschnitt über die falsche Lösung.

Die übrigen Abschnitte halten jedes der fünf Sets an derselben einen Zahl fest: der angegebenen Leuchtdauer. Woher kommt sie, womit wurde sie gemessen, nach welcher Anregung und mit welchem Leuchtstoff? Meist bleibt von diesen vier Fragen nur die erste übrig, und auch die nur halb. Dass Wandtattoos ohne Leuchtfarbe es mit ihren übrigen Angaben ähnlich halten, zeigt die Einstiegsseite des Clusters mit ihrer Zählung der leichten und schweren Hälfte.

Wie lange leuchten Leuchtsterne? 48 Angebote, 13 Stundenzahlen

Ausgezählt wurden für diese Seite 48 Wandsticker: alles, was Amazon am 16. Oktober 2026 zu „wandtattoo leuchtend“ auf Seite eins ohne Anzeigenkennzeichnung anzeigte. Zwölf Kacheln waren als Anzeige markiert und fielen heraus, fünf Kennungen kamen doppelt vor und zählen einmal. Ausgewertet ist je Angebot alles Lesbare, vom Titel über Stichpunkte, Beschreibung und A+-Teil bis zu den Datenfeldern, jeder Treffer von Hand.

Gefragt wird nach der Leuchtdauer übrigens kaum. Amazons Autovervollständigung liefert zu „wandtattoo leuchtend“ und jedem Buchstaben des Alphabets 17 Vorschläge, und alle nennen ein Motiv, einen Raum oder eine Zielgruppe: Sterne, Mond, Weltraum, Dino, Fee, Kinderzimmer, Mädchen, Junge. Bei „leuchtsterne“ sind es 162 Vorschläge, darunter viele elektrische Sterne mit Batterie, LED oder Timer und ein einziges „aufladbar“. Nach Stunden, Helligkeit oder Leuchtstoff fragt keiner. Über den Nutzen entscheidet die Zahl trotzdem, nur sucht niemand danach, und die Angebote liefern sie entsprechend lässig.

Was 48 Leuchtsticker zur Suche „wandtattoo leuchtend“ über ihre Leuchtdauer sagen, 16.10.2026
Angabe im AngebotAngeboteWortlaut, Beispiele
Leuchtdauer in Stunden13„bis zu 8 Stunden“, „8-15 Stunden“, „4-6 Stunden“
Leuchtdauer nur in Worten8„die ganze Nacht“, „stundenlang“, „hell und lange“
keine Leuchtdauer27darunter die beiden Homery-Angebote
Ladezeit in Minuten205 Minuten bis eine Stunde
Messweg, Helligkeit oder Leuchtdichte0–
Leuchtstoff mit Namen0„fluoreszierendes Pulver“, „phosphoreszierende Beschichtung“
eine Norm1Paraboo: „nach DIN 67510 geprüft“

Von „4-6 Stunden“ bei SNAIL GARDEN und HhBdy reichen die 13 Stundenzahlen bis „8-15 Stunden“ bei sieben Angeboten von Seeshine, Tarklanda, COCHIE, HSDSH und palasasa. Dazwischen liegt dreimal „bis zu 8 Stunden“: bei Paraboo, Wandtattoo Loft und Yosemy, dort mit dem Zusatz „und länger“. Ein Angebot von ECHOCUBE schafft beides auf einer Seite: In den Stichpunkten leuchten die Sterne „4 bis 6 Stunden lang“, in der Beschreibung hält das Leuchten „stundenlang bis zu mehr als zehn Stunden“ an.

Was hinter den Zahlen steht, sagt keines. Bis zu welcher Helligkeit wurde gezählt? Mit welchem Licht wurde vorher geladen, wie stark, wie lange, aus welchem Abstand? Wurde überhaupt gemessen, und wenn ja, von wem? Keine dieser Fragen beantwortet ein einziges der 48 Angebote. Eine Leuchtdichte in mcd/m² nennt keines, einen Leuchtstoff beim Namen auch nicht.

Nur bei Paraboo steht eine Norm, in der Beschreibung eines Sets mit 452 Sternen: „Die Wandsticker sind nach DIN 67510 geprüft und leuchten bis zu 8h und mehr.“ Eine Klasse, einen Messwert oder eine Prüfstelle nennt das Angebot nicht. Und bei den Bestsellern? Bei den beiden Homery-Sets, deren Seiten je 3.855 Rezensionen anzeigen, fehlt jede Angabe zur Dauer; sie laden sich „mit Tageslicht“ auf und leuchten „sanft weiter“. Nach welchen Regeln solche Stichproben gezogen werden, beschreibt die Methodik, nach der kritero Angebote auszählt.

Warum Paraboo trotz der Normnennung nicht unter den fünf Sets dieses Vergleichs steht, hat einen formalen Grund. Seine aufgerufene Kennung verweist in ihrer Seitenadresse auf ein anderes Produkt derselben Familie, einen Leuchtmond; ein solches Variantenangebot wird hier nicht als Pick verwendet. In der Auszählung zählt es mit, weil die Suche es zeigt. Beim Mond fehlt die Normnennung übrigens, dort heißt es nur „Unser Leuchtmond leuchtet bis zu 8h und mehr.“

Nicht genauer, nur vorsichtiger sind die Shops auf den ersten Plätzen der Suchmaschine. Klebefieber schreibt, seine leuchtenden Wandtattoos leuchteten „je nach Dauer der Aufladung bis zu zwei Stunden nach“. Bilderwelten schreibt von einer „hellgelben, selbstklebenden Leuchtfolie“, die nach dem Anstrahlen „lange nach“ leuchte, ohne Zahl. Zwei Stunden in einem deutschen Shop, 15 Stunden bei einem Marktplatzangebot: Beide Zahlen stehen ohne Messweg da, und die eine ist mehr als siebenmal so groß wie die andere.

Ein Satz in fünf Angeboten

Woher manche Zahl stammt, lässt sich wenigstens erahnen. Fünf Angebote von vier Marken tragen denselben, etwas holprig übersetzten Satz: Man lege den Sticker „30 minuten lang ins licht oder sonnenlicht“, „und es wird 8-15 Stunden im dunkeln leuchten, damit sie sich in der milchstraße fühlen“. So steht es bei Seeshine, zweimal bei Tarklanda, bei HSDSH und bei palasasa. Dinosaurier, Einhörner, Löwenzahn und Sterne, alle mit derselben Leuchtdauer.

Ein zweites Seeshine-Angebot zeigt, wie locker die Zahl sitzt. In den Stichpunkten muss man die Sterne „nur 20 Minuten lang unter Lampenlicht oder Sonnenschein legen, es leuchtet 8-15 Stunden lang“. Im A+-Teil desselben Angebots soll man sie „für 20 Minuten unter die Lampe legen oder für 8–15 Stunden in die Sonne legen“. Dieselben Zahlen, einmal als Leuchtdauer und einmal als Zeit in der Sonne. ECHOCUBE und HhBdy teilen sich ebenfalls fast wortgleich einen Satz: mindestens 15 Minuten „hellem“ beziehungsweise „starkem Licht“ aussetzen, dann 4 bis 6 Stunden Leuchten.

Womit Leuchtdauer gemessen wird: DIN 67510-1 und ihre drei Größen

Für die Frage, wie man Nachleuchten misst, gibt es in Deutschland eine Norm. DIN 67510-1 heißt in der aktuellen Ausgabe vom Mai 2020 „Langnachleuchtende Pigmente und Produkte – Teil 1: Messung und Kennzeichnung beim Hersteller“. Laut Einführungsbeitrag bei DIN Media gilt sie für Pigmente und daraus gefertigte Produkte, etwa für Fluchtweg- und Gefahrstellenkennzeichnung, für Luft- und Seefahrt, aber auch für die Markierung von Geräten und Gebrauchsgegenständen. Festgelegt werden darin Bedingungen, unter denen die Leuchtdichte in Abhängigkeit von der Zeit geprüft wird, und wie das geprüfte Produkt gekennzeichnet wird.

Das Inhaltsverzeichnis verrät, worauf es der Norm ankommt. Unter den Begriffen stehen Anregung, Leuchtdichte, Abklingen, Abklingdauer und Sättigungsanregung. In den Anhängen geht es um die Klassifizierung durch den Hersteller: normativ für die Klassen C, D und E, informativ für die Klassen A und B, ausdrücklich „für Anwendungen außerhalb von Sicherheitskennzeichnung“. Ein weiterer Anhang vergleicht die Leuchtdichte bei verschiedenen Anregungsbedingungen. Sie rechnet also selbst damit, dass dasselbe Material nach anderem Licht anders leuchtet.

Verändert hat sich die Norm zudem. Ihre Ausgabe von 2020 ersetzt die von November 2009 und zum Teil den Teil 4 von 2008, der im Januar 2020 zurückgezogen wurde. Aus diesem Teil 4 stammen laut Änderungsvermerk die Kennzeichnung der Nachleuchteigenschaften und die Klassen; der frühere Begriff „Farbort des Nachleuchtens“ ist gestrichen. Wer also auf einem Datenblatt „DIN 67510-1:2009“ liest, liest eine Fassung, in der die Klassen noch in einem anderen Teil standen. Für Leuchtsticker spielt das kaum eine Rolle, weil keiner überhaupt eine Fassung nennt.

Wie so eine Messung aussieht, zeigt ein Prüfbericht der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), den ORAFOL für die Folie ORALUX 9300 veröffentlicht. Geprüft wurde im Juni 2008 nach der damaligen Fassung der Norm vom Oktober 2002. Je zehn mal zehn Zentimeter groß, lagen die Proben vorher mindestens 24 Stunden im Dunkeln. Danach wurden sie fünf Minuten lang mit dem Licht einer Xenonlampe bei 1000 Lux beleuchtet, bei einer Temperatur von 22 Grad plus minus drei. Dann maß ein Leuchtdichtemessgerät in Abständen, bis der Wert auf 0,3 mcd/m² gefallen war.

Was eine Leuchtdauer nach DIN 67510-1 ausmacht, und was die Angebote sagen
GrößeSo im BAM-Prüfbericht 2008In den 48 Angeboten
Vorbereitungmindestens 24 Stunden dunkelnirgends
AnregungXenonlicht, 1000 Lux, 5 Minuten20-mal eine Dauer, nie eine Lichtstärke
Leuchtdichte nach 10 und 60 Minutenin mcd/m²nirgends
AbklingdauerMinuten bis 0,3 mcd/m²13-mal Stunden, ohne Endwert

Aus einer solchen Messung kommen drei Größen: die Leuchtdichte nach zehn Minuten, die nach sechzig Minuten und die Abklingdauer bis zur Schwelle von 0,3 mcd/m². Eine Stundenzahl ohne Schwelle ist keine dieser drei. Sie kann eine Abklingdauer sein, eine Schätzung oder ein Satz, den ein Anbieter beim anderen abgeschrieben hat. Von außen lässt sich das nicht unterscheiden, und das ist der eigentliche Befund dieses Vergleichs.

Nachtleuchtende Folie mit Messwerten: 23, 3 und 0,3 mcd/m²

Gesucht wird nach „nachtleuchtende folie“ und „leuchtfolie selbstklebend“. ORAFOL verkauft mit ORALUX 9300 genau so etwas, allerdings nicht als fertiges Wandtattoo, sondern als Rollenware für Siebdrucker. Beschrieben wird im Datenblatt eine selbstklebende, gegossene PVC-Folie für innen, hellgelb, 0,15 Millimeter dick, „cadmiumfrei“ und „frei von radioaktiven Stoffen“. Sie erfülle die Anforderungen der DIN 67510. Unter allem, was für diese Seite gelesen wurde, ist sie das einzige Material mit frei abrufbaren Messwerten nach dieser Norm.

Leuchtdichte der Folie ORALUX 9300 in zwei Messungen nach DIN 67510-1
Zeitpunkt nach der AnregungDatenblatt (Normfassung 2009, Durchschnitt)BAM 2008 (Normfassung 2002, zwei Proben)
nach 10 Minuten23,0 mcd/m²26 mcd/m²
nach 60 Minuten3,0 mcd/m²3,5 und 3,6 mcd/m²
bis 0,3 mcd/m²340 Minuten480 Minuten

Dieselbe Folie hat damit zwei Abklingdauern. Im Datenblatt stehen 340 Minuten als Durchschnittswert nach der Normfassung von 2009, die BAM maß 2008 an zwei Proben nach der Fassung von 2002 jeweils 480 Minuten. Welche Unterschiede zwischen den Fassungen das erklären, lässt sich ohne den Normtext nicht sagen. Wichtiger beim Kauf ist etwas anderes: Selbst eine genormte Nachleuchtdauer schwankt um mehr als zwei Stunden, je nachdem, wann und an welcher Probe gemessen wurde.

Mit Messungenauigkeit allein ist das nicht zu erklären. Die BAM gibt für Leuchtdichte und Abklingdauer eine erweiterte Unsicherheit von plus minus fünf Prozent an, bei einem Vertrauensniveau von etwa 95 Prozent. Zwischen 340 und 480 Minuten liegen aber gut 40 Prozent. Der Unterschied steckt also in den Proben, in der Normfassung oder in beidem, und welche dieser Ursachen es ist, sagt keine der beiden Unterlagen. Wer zwei Leuchtfolien vergleicht, vergleicht deshalb am besten Werte aus derselben Normfassung, nach 10 und nach 60 Minuten, statt einer einzigen Dauer.

480 Minuten sind übrigens genau acht Stunden. Genau diese Zahl versprechen Paraboo, Wandtattoo Loft und Yosemy mit „bis zu 8 Stunden“. Ob eines dieser Angebote eine solche Abklingdauer meint, sagt keines. Zufall ist möglich. Denkbar ist auch, dass eine Zahl aus der Welt der Sicherheitsschilder ohne ihre Bedingungen in die Welt der Kinderzimmer gewandert ist. Nachprüfen lässt sich beides nicht.

Unmöglich ist eine lange Zahl allerdings nicht. Nemoto, der Hersteller der Pigmentreihe LumiNova, schreibt in seinen Antworten zu Leuchtpigmenten, es gebe Anwendungen, die unter idealen Bedingungen mehr als 24 Stunden leuchten. Wie lange ein Pigment leuchte, hänge von Chemie, Korngröße, Anregung und Verarbeitung ab. Ein 15-Stunden-Versprechen ist also nicht falsch, weil es lang ist. Unbrauchbar ist es, weil niemand dazuschreibt, unter welchen Bedingungen es gilt.

Nachleuchtende Fluchtwegschilder und Klasse C: warum die Regel nicht für Deko gilt

Wer nach „nachleuchtende fluchtwegschilder“, „nachleuchtende rettungszeichen“ oder „nachleuchtende schilder“ sucht, landet bei einer Regel, die tatsächlich Mindestwerte verlangt. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.3 „Fluchtwege und Notausgänge“, deren Text die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin veröffentlicht, schreibt für langnachleuchtende Sicherheitszeichen und Leitsysteme vor, dass sie mindestens die Anforderungen der DIN 67510-1:2020-05, Klasse C, erfüllen. Dieselbe Klasse verlangt die ASR A1.3 zur Sicherheitskennzeichnung für Rettungs- und Brandschutzzeichen, wenn keine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden ist.

Bemerkenswert ist der Satz danach. Sicherzustellen sei die ausreichende Anregung der Materialien, „z. B. hinsichtlich Dauer, Art und Intensität der Beleuchtung“. Ein Hinweis warnt, dass Präsenzmelder, die das Licht nur kurz einschalten, die Anregung begrenzen und ausgeglichen werden müssen. Nachgewiesen wird die Funktion durch die Dokumentation des Herstellers oder durch eine Messung am Ort nach DIN ISO 16069. Selbst für Fluchtwege reicht also ein Material mit Klasse nicht, wenn es nicht genug Licht bekommt.

Für ein Kinderzimmer gilt das alles nicht. Gedacht ist die ASR als Konkretisierung der Arbeitsstättenverordnung, sie richtet sich an Arbeitgeber; ein Leuchtstern über dem Kinderbett ist weder Arbeitsstätte noch Rettungszeichen. Welche Mindestwerte hinter Klasse C stehen, wäre trotzdem ein nützlicher Vergleich. Nur stehen die Zahlen im kostenpflichtigen Normtext und sind hier nicht nachgeprüft. Dasselbe gilt für die Klassen A und B, die die Norm informativ für Anwendungen außerhalb der Sicherheitskennzeichnung vorsieht.

Bleibt die Frage, ob das Etikett „DIN 67510“ beim Leuchtsticker etwas bedeutet. Bei Paraboo steht „nach DIN 67510 geprüft“ ohne Klasse und ohne Werte, bei ORAFOL „erfüllt die Anforderungen der DIN 67510“ mit Werten im Datenblatt, aber ebenfalls ohne Klasse. wandtattoos.de schreibt, seine Folie werde „auch für die Kennzeichnung von Fluchtwegen und Gefahrenstellen im Innenbereich genutzt (DIN 67510)“. Das beschreibt eine Verwendung, keine Prüfung des Sterns. Eine Normnummer ohne Klasse und Messwert sagt über die Leuchtdauer nichts.

Rechtlich hat ein Leuchtstern für die Wand eine andere Einordnung. Wie die Leitlinie der EU-Kommission Leuchtsticker zur nächtlichen Orientierung vom Spielzeug abgrenzt, steht in der Einordnung der Wandsticker zwischen Deko und Spielzeug des Kinderzimmer-Vergleichs.

Welche leuchtenden Wandtattoos: die Empfehlung und wofür sie gilt

„leuchtende wandtattoos“ ist die Suche nach einer Kaufempfehlung, und sie hat hier eine Bedingung, die vorn steht. Sie gilt für das Leuchten beim Einschlafen, nicht für die ganze Nacht. Unter dieser Bedingung sind die Leuchtenden Sterne von wandtattoos.de die Empfehlung dieses Vergleichs. Gekauft werden sie direkt im Shop des Herstellers, nicht bei Amazon.

Den Ausschlag gibt die eine Zahl. Unter den fünf Sets nennt allein wandtattoos.de eine Leuchtdichte statt einer Stundenzahl: 23 mcd/m² zehn Minuten nach dem Aufladen. Dazu kommt eine Foliendicke von 0,15 Millimetern. Beide Werte stimmen mit dem Datenblatt der ORALUX 9300 überein, also mit einer Folie, die nach DIN 67510-1 gemessen wurde. Welche Folie der Shop verwendet, schreibt er nicht. Hinter dem Angebot steht ein Hersteller in Merchweiler im Saarland, die Designscape Creative GmbH, mit Telefonnummer und E-Mail im Impressum.

Der Haken steht beim zweiten Wert. wandtattoos.de schreibt, nach drei Stunden in der Dunkelheit liege die Leuchtdichte bei 3,0 mcd/m². Im ORAFOL-Datenblatt gehört genau dieser Wert zur 60. Minute. Eine der beiden Angaben ist einer anderen Zeit zugeordnet, und welche, lässt sich von außen nicht entscheiden. Außerdem fehlt, womit und wie lange vorher geladen wurde, und eine Produktbewertung, die zu diesem Motiv gehört, gibt es nicht. Vor dem Kauf hilft eine Nachfrage beim Hersteller, zu welcher Zeit der Wert 3,0 gehört.

Ein Wort zu kleinen Teilen. Teils sind die Sterne von wandtattoos.de nur einen Zentimeter hoch, bei SNAIL GARDEN sind die kleinsten Quadrate 0,4 Zentimeter groß. Zwei Angebote der Stichprobe warnen ausdrücklich vor Kindern unter drei Jahren. Wo das Kind hinkommt, entscheidet über die Wahl mehr als jede Leuchtdauer, und wie man das abwägt, steht im Abschnitt über Kniehöhe und Babybett im Kinderzimmer-Vergleich.

wandtattoos.de Wandtattoo Leuchtende Sterne, 140 Sterne (Motiv-Nr. 100173)

Premium
Seeshine Leuchtsterne mit Mond, 498 Teile laut Titel

Seeshine Leuchtsterne mit Mond, 498 Teile laut Titel

Einsteiger
Leuchtdauer laut Angebot· Unterschied
keine Stundenzahl; 23 mcd/m² nach 10 Minuten, 3,0 mcd/m² „nach 3 Stunden“ (Infoseite des Shops)„8 bis 15 Stunden“ nach 20 Minuten; an anderer Stelle „mehrere Stunden oder länger“ nach 15 bis 30 Minuten
Messwert oder Norm· Unterschied
Leuchtdichte in mcd/m²; Folie laut Shop auch für Fluchtwegkennzeichnung nach DIN 67510 genutzt; Anregung und Prüfstelle nicht genanntnicht genannt
Laden: Licht und Dauer· Unterschied
Nachttischlampe, Taschenlampe oder direktes Sonnenlicht; keine Dauer, „je direkter, länger und heller“20 Minuten Taschenlampe oder Sonnenlicht; an anderer Stelle 15 bis 30 oder 30 Minuten
Teile und Größen· Unterschied
140 Sterne je Bogen, 5-zackig 1,5 × 1 bis 4 × 3,8 cm, 4-zackig 2 × 2 bis 8 × 8 cm; Sets mit 280 und 420 SternenTitel 498, Beschreibung 1108, A+-Text 1012, Datenfeld 1086 Teile; Mond 28 cm, Sterne bis 14 cm, Punkte ab 0,5 cm

Für das Einschlafen mit einer Angabe, die sich nachfragen lässt: wandtattoos.de. Für eine große Decke mit vielen Teilen, wenn die Leuchtdauer nur eine grobe Richtung sein muss: Seeshine, dessen 8 bis 15 Stunden niemand belegt.

Die Gegenüberstellung zeigt, wo die Entscheidung kippt. Seeshine liefert laut Titel 498 Teile, darunter einen Mond von 28 Zentimetern, wandtattoos.de im kleinen Set 140 Sterne. Eine ganze Zimmerdecke lässt sich mit dem Seeshine-Set füllen, dazu gibt es eine Zahl, die nichts belegt. Wer wissen will, was er kauft, bekommt bei wandtattoos.de weniger Teile und einen Messwert mit einem offenen Widerspruch. Zwischen beiden liegen die drei anderen Sets, in den nächsten Abschnitten an derselben Zahl gemessen.

wandtattoos.de Leuchtende Sterne: Leuchtdichte statt Stundenzahl

„wandtattoo leuchtend sterne“ ist eine der häufigsten Motivsuchen, und bei wandtattoos.de heißt das Produkt schlicht „Leuchtende Sterne“, Motiv Nummer 100173. Auf einem Bogen kommen 140 Sterne in zwei Formen: fünfzackige mit 4 × 3,8, 2,1 × 2 und 1,5 × 1 Zentimetern, vierzackige mit 8 × 8, 4 × 4 und 2 × 2 Zentimetern. Das mittlere Set hat 280 Sterne, das große 420; größer werden die Sterne dabei nicht, nur zahlreicher.

Auf der Produktseite stehen die Angaben zum Leuchten nicht, sondern auf einer eigenen Infoseite zu den Leuchtsternen. Dort steht die Leuchtdichte von 23 mcd/m² zehn Minuten nach dem Aufladen, „ungefähr dem Wert einer schwachen Leuchtdiode“, wie der Shop vergleicht, und 3,0 mcd/m² „nach 3 Stunden in der Dunkelheit“. Laut Shop ist die Folie 0,15 Millimeter dick, beliebig oft wiederaufladbar und wird auch für Fluchtwege genutzt. Am Tag ist sie weiß mit einem blassgelben Ton, im Dunkeln leuchtet sie grün-gelb.

Wie lange und womit geladen wurde, bevor gemessen wurde, steht nicht da. Stattdessen ein Rat: „Je direkter, länger und heller Sie die Sterne anstrahlen, desto länger und intensiver leuchten sie in der Nacht.“ Als Lichtquellen nennt der Shop Nachttischlampe, Taschenlampe und direktes Sonnenlicht. Den Untergrund will er sauber, trocken, fettfrei und frei von Latex und Silikon. Ein Leuchtstoff wird nicht genannt.

Passend ist das Set für ein Kinder- oder Schlafzimmer, in dem die Sterne in der Nähe einer Lampe kleben und das Leuchten beim Einschlafen den Zweck erfüllt. Weniger für eine große Decke, weil 140 Sterne dort schnell verloren wirken. Neben dem Produkt zeigt der Shop Bewertungen, deren Texte andere Motive beschreiben, etwa einen Schriftzug oder ein großes Motiv auf Raufaser; sie sind deshalb hier nicht als Produktbewertung übernommen.

Über sich schreibt der Shop, er stelle jedes Wandtattoo bestellbezogen im eigenen Werk in Deutschland her; den Online-Vertrieb gebe es seit 2007, die Wurzeln der Firma reichten ins Jahr 2002 zurück. Im Impressum steht die Designscape Creative GmbH mit Sitz in Merchweiler, eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken. Dorthin gehört die Nachfrage zum zweiten Messwert, und unter den fünf Marken hier ist es die einzige mit einem direkt erreichbaren Hersteller.

Unter den Vorteilen seiner Wandtattoos führt der Shop ein Probe-Wandtattoo, das der Bestellung beiliegt. Ob es aus Leuchtfolie ist, steht nicht da. Was ein solcher Probeaufkleber über die eigene Wand verrät und was nicht, beschreibt der Abschnitt über Probeaufkleber im Raufaser-Vergleich.

Dafür: Leuchtdichte in mcd/m² statt einer Stundenzahl; Foliendicke angegeben: 0,15 mm; Hersteller in Deutschland mit Telefon und E-Mail im Impressum; Bestellbezogen in Deutschland gefertigt; Erklärt den Unterschied zwischen fluoreszierend und nachleuchtend; Drei Setgrößen mit 140, 280 und 420 Sternen. Dagegen: Zweiter Messwert laut Shop nach 3 Stunden, im Folien-Datenblatt nach 60 Minuten; Anregung und Leuchtstoff nicht genannt; Keine Bewertung, die zu diesem Motiv gehört; Nur 140 Sterne im kleinen Set.

Yosemy Planeten und Astronaut: bis zu 8 Stunden nach einer Stunde Licht

Mit 4.408 Rezensionen bei durchschnittlich 4,2 Sternen ist das Set von Yosemy das meistbewertete Folienset dieses Vergleichs. Es antwortet auf Suchen wie „wandtattoo leuchtend astronaut“ und „leuchtsterne planeten kinderzimmer“: vier Bögen, zwei davon mit Planeten und einem Astronauten, einer mit Sternen, einer mit Punkten. Der Titel spricht von 849 Stück, das Datenfeld von fünf Stück und vier Artikeln. Ein Widerspruch muss das nicht sein, gezählt werden verschiedene Dinge.

Die eine Zahl steht in einem Stichpunkt. Danach bestehen die Sticker „aus speziellen fluoreszierenden materialien“ und müssen „nur ein 30 minuten-1 Stunden Licht empfangen, um dann bis zu 8 Stunden und länger zu leuchten“. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen ein Angebot Ladezeit und Leuchtdauer im selben Satz verbindet. Welches Licht, wie hell, und bis zu welcher Schwelle die acht Stunden gerechnet sind, bleibt offen. „Und länger“ öffnet die Zahl nach oben, ohne dass ein Grund dafür genannt wäre.

Gemessen an der Messreihe der ORALUX-Folie liegt das Versprechen über deren Abklingdauer von 340 Minuten und auf Höhe der 480 Minuten aus dem BAM-Bericht. Beweisen lässt sich damit nichts, weil Yosemy weder Leuchtstoff noch Messweg nennt. Als Farbe führt das Datenfeld Blau. Ob damit die Leuchtfarbe gemeint ist oder die Farbe der Planeten bei Tag, geht aus dem Angebot nicht hervor.

Zum Untergrund ist das Angebot großzügig und vorsichtig zugleich. Halten sollen die Sticker „z.B. auf Raufaser, Glas, Fliesen, Holz, Steinwänden“, gedacht seien sie aber „für glatte Wände“ und „nicht geeignet für Pulverwände, unebene Wände“. Als Material nennen Text und Datenfeld PVC, das Datenfeld außerdem „Nicht wasserfest“ und „Wiederverwendbar“. Yosemy schlägt vor, die Sticker auch als Wegweiser auf Lichtschalter, Türklinken und Türrahmen zu kleben.

Dieselbe Marke hat in der Stichprobe ein zweites Leuchtset, neun Planeten ohne Astronaut. Dort sollen die Sticker das Licht „einige Stunden bei Tageslicht oder Lampenlicht“ absorbieren, eine Leuchtdauer fehlt ganz. Eine halbe Stunde hier, einige Stunden dort, bei derselben Marke: Auch die Ladezeit wirkt eher wie eine Textentscheidung als wie eine Messgröße.

Eine Herstellerseite gibt es nicht: yosemy.com antwortete am Prüftag nicht, der Herstellerblock der Amazon-Seite lud nicht. Sinnvoll ist das Set in einem Weltraumzimmer, in dem eine bunte Tagesoptik zählt und die Leuchtdauer eine Dreingabe ist. Wer die acht Stunden als Kaufgrund nimmt, kauft eine Zahl ohne Bedingungen.

Dafür: Ladezeit und Leuchtdauer im selben Satz; 4.408 Rezensionen, die meisten unter den Foliensets; Planeten, Astronaut, Sterne und Punkte in einem Set; Als Wegweiser für Lichtschalter und Türklinken vorgeschlagen; Ausschlüsse beim Untergrund genannt. Dagegen: „bis zu 8 Stunden und länger“ ohne Messweg; Leuchtstoff nicht genannt, nur „fluoreszierend“; Teilezahl im Titel und im Datenfeld verschieden; Keine Herstellerseite erreichbar.

Seeshine Sterne mit Mond: drei Leuchtdauern, vier Teilezahlen

Unter „leuchtsterne mit mond“ findet sich das Seeshine-Set mit einem Mond von 28 Zentimetern, sechs Sternen von 14 und drei von 12,1 Zentimetern, dazu Hunderte kleiner Sterne und Punkte bis hinunter zu einem halben Zentimeter. Wie viele es genau sind, sagt das Angebot auf vier Arten. Der Titel nennt 498 Stück, die Beschreibung „1108 Sterne und Punkte“, der A+-Teil „1012 PCS“ und das Datenfeld 1086. Addiert man die Größenliste der Beschreibung, kommt man auf 1.100.

Mit der Leuchtdauer geht es ähnlich. Die Beschreibung verspricht, nach 20 Minuten mit Taschenlampe oder Sonnenlicht werde der Sticker „8 bis 15 Stunden lang leuchten“. Ein paar Zeilen weiter leuchtet er „nach ca. 15-30 Minuten Lichtabsorption“ nur noch „mehrere Stunden oder länger“. Im A+-Teil steht der Milchstraße-Satz mit 30 Minuten Licht und 8-15 Stunden Leuchten, wortgleich mit vier Angeboten anderer Marken. Drei Ladezeiten, zwei Leuchtdauern, ein Angebot.

Was bleibt, wenn man die Widersprüche abzieht? Eine Untergrenze von „mehreren Stunden“, die niemand beziffert, und eine Obergrenze von 15 Stunden, mehr als zweieinhalbmal so lang wie die genormte Abklingdauer der ORALUX-Folie. Einen Leuchtstoff nennt das Angebot nicht. Die Beschreibung spricht von „blauen Sternen“, der A+-Teil von einem „sky blue glowing moon“. Blau ist also vermutlich die Leuchtfarbe; wer gelbgrünes Leuchten erwartet, kauft hier etwas anderes.

Material laut Datenfeld PVC, Oberfläche glänzend, „Nicht wasserfest“, wiederverwendbar. Vor dem Kleben soll die Fläche gereinigt werden, weil eine staubige oder feuchte Oberfläche die Haftung „erheblich“ verringere. Eine Herstellerseite fand sich nicht, seeshine.com antwortete nicht. Mit 546 Rezensionen bei 4,5 Sternen hat das Set genug Stimmen, damit die Bewertung bei der Auswahl mitzählen darf.

Seine Stärke ist die Zimmerdecke, die voller Sterne sein soll, mit einem großen Mond als Mittelpunkt. Zum Vergleichen der Leuchtdauer taugt das Angebot nicht, es widerspricht sich bei ihr selbst. Ein Schwesterangebot derselben Marke mit 603 Teilen nennt die 8 bis 15 Stunden einmal als Leuchtdauer und einmal als Zeit, die die Sterne in der Sonne liegen sollen.

Dafür: Großer Mond von 28 cm als Mittelpunkt; Mehr als 1.000 Teile laut Beschreibung; Größenliste mit Maßen in der Beschreibung; Ladezeit genannt; 546 Rezensionen bei 4,5 Sternen. Dagegen: Drei verschiedene Angaben zu Ladezeit und Leuchtdauer; Vier verschiedene Teilezahlen; Milchstraße-Satz wortgleich mit Angeboten anderer Marken; Keine Herstellerseite erreichbar.

SNAIL GARDEN Weltraum-Set: die kleinste Zahl, 4 bis 6 Stunden

Das Set von SNAIL GARDEN beantwortet die Suche „wandtattoo leuchtend weltraum“ und „leuchtsterne und planeten“ mit einem Sonnensystem: eine große Erde von 15 Zentimetern, neun Planeten, 300 fünfzackige Sterne in drei Größen zwischen einem und 2,5 Zentimetern, sechs Sterne in 3D und 154 kleine Quadrate von 0,4 Zentimetern. Zusammen sind das 470 Teile, und anders als bei Seeshine geht die Rechnung auf.

Die eine Zahl ist hier die bescheidenste der Stichprobe. Der Sticker „kann 4-6 Stunden leuchten, wenn es 30 Minuten Licht absorbiert wurde“. Als Lichtquellen nennt das Angebot die Sonne am Tag oder eine LED-Lampe, und es rät, „nichts das Licht blockieren“ zu lassen. Mit der Obergrenze von sechs Stunden liegt die Angabe in der Größenordnung der 340 Minuten aus dem ORALUX-Datenblatt. Ob das ein Zeichen für eine Messung ist, sagt SNAIL GARDEN nicht.

Bei den Größen ist das Angebot weniger genau. In der Liste der Planeten ist die Venus mit 15 × 15 Zentimetern so groß wie die große Erde und fast dreimal so groß wie der Jupiter mit 5,5 × 5,5 Zentimetern, der Mars kommt auf 12 × 12. Welcher Wert falsch ist, bleibt offen. SNAIL GARDEN bittet ohnehin, „1-5mm unterschiede wegen des manuellen maßes“ zu entschuldigen.

Das Material ist laut Text und Datenfeld PVC, glänzend; die Wiederverwendbarkeit steht im Datenfeld als Einmalgebrauch. Einen Leuchtstoff nennt SNAIL GARDEN nicht, im Titel und in den Stichpunkten heißt der Sticker „fluoreszierend“. Deutlich ist der Hinweis: „Dies ist KEIN Spielzeug. Kinder müssen Aufkleber in Begleitung von Erwachsenen verwenden.“ Bei 154 Teilen von vier Millimetern ist das ernst zu nehmen.

Nach einer Herstellerseite wurde vergeblich gesucht. Unter snailgarden.com liegt die Seite eines Hobbyhalters von Schnecken, die mit dem Sticker nichts zu tun hat; ein Domainname ist kein Impressum. Gedacht ist das Set für ein Weltraumzimmer, dessen Planeten ein Erwachsener klebt, und für alle, die lieber eine kleine Zahl als eine große lesen. Belegt ist auch sie nicht.

Dafür: Kleinste und damit vorsichtigste Stundenzahl der Stichprobe; Ladezeit und Lichtquelle genannt, auch LED; Teilezahl geht in der Liste auf; Deutlicher Hinweis: kein Spielzeug; 2.037 Rezensionen. Dagegen: Auch die 4 bis 6 Stunden ohne Messweg; Planetenmaße widersprüchlich; 154 Teile von 0,4 cm; Domain snailgarden.com gehört nicht zur Marke.

GLOCARNIVAL 3D-Sterne aus Kunststoff: ein Ladetest statt einer Stundenzahl

GLOCARNIVAL verkauft keine Folie, sondern feste Sterne aus Kunststoff, je drei Zentimeter groß, 200 Stück und ein Mond. Damit beantwortet das Set die Suchen „leuchtsterne plastik“ und „leuchtsterne kinderzimmer 3d“. Mit 9.990 Rezensionen bei 4,4 Sternen ist es das meistbewertete Produkt des Vergleichs. Statt eines Klebers liegen laut Beschreibung 220 abnehmbare Schaumstoff-Aufkleber bei; in den Stichpunkten ist von „klebriger Kitt“ die Rede. Wer „leuchtsterne ohne kleber“ sucht, findet hier also Sterne, die erst mit Klebepads haften.

Eine Stundenzahl nennt GLOCARNIVAL nicht. Es heißt nur „Längere Leuchtdauer“ und „Lange Beleuchtungszeit“. Dafür steht im A+-Teil etwas, das keines der anderen Angebote hat: ein Test. Wer prüfen will, ob die Sterne „normal leuchten“, soll sie „länger als 2 Stunden direkt unter die Lichtquelle“ legen oder mit einer UV-Stiftlampe aktivieren und sofort ins Dunkle bringen. Für den Alltag genügen laut Stichpunkt 15 bis 30 Minuten.

Noch aufschlussreicher ist eine Frage aus der Liste des Herstellers. Jemand legt die Sterne den ganzen Tag auf den Balkon und wundert sich, warum sie nachts nicht leuchten. Die Antwort: Sie beginnen bei Sonnenuntergang zu leuchten, „und das Leuchten wird allmählich schwächer, wenn die dunkle Nacht wirklich kommt“. Genau das zeigt auch die Messreihe der ORALUX-Folie: Die hellste Zeit liegt kurz nach dem Ende der Beleuchtung, nicht Stunden später.

Beim Leuchtstoff bleibt GLOCARNIVAL ungefähr. Das Hauptmaterial sei „fluoreszierendes Pulver“, eine Art der Photolumineszenz, „die ähnlich ist wie Flureszenz (nicht-radioaktiv)“. Die Leuchtfarbe ist gelb-grün, am Tag sind die Sterne rot, grün, blau und gelb. Sterne in der Nähe der Lichtquelle seien heller, Sterne am Fenster dunkler. Das Datenfeld empfiehlt als Oberfläche Holz, der Stichpunkt Wände und Decken „jeder Textur“; wiederverwendbar sind die Sterne laut Datenfeld nicht.

Am besten passt das Set an eine Decke, an der die Sterne auch tagsüber als Relief und in Farbe sichtbar sein dürfen. GLOCARNIVAL verspricht, das Entfernen gehe einfach und „ohne Spuren“; belegt ist das nicht, und wer eine Mietwand später unversehrt zurückgeben muss, probiert einen Pad vorher an unauffälliger Stelle. Eine Herstellerseite war nicht erreichbar, glocarnival.com antwortete nicht.

Dafür: Ladetest und Balkon-Frage im Angebot erklärt; Leuchtfarbe genannt: gelb-grün; Am Tag farbig und plastisch; 9.990 Rezensionen, die meisten im Vergleich; Nicht-radioaktiv ausdrücklich genannt. Dagegen: Keine Leuchtdauer in Stunden; „fluoreszierendes Pulver“ statt eines Leuchtstoffs; Klebepads und Kitt widersprechen sich; Datenfeld empfiehlt Holz, Text jede Wand.

Warum leuchten Leuchtsterne? Aluminat, Zinksulfid und was die Angebote nennen

„warum leuchten leuchtsterne“ fragt die Autovervollständigung bei DuckDuckGo. Beantwortet wird das bei einem Pigmenthersteller, nicht bei den Händlern. Nemoto beschreibt Leuchtpigmente als Stoffe, die Energie aus Sonnen- oder Kunstlicht aufnehmen und Licht abgeben, nachdem die Lichtquelle verschwunden ist. Angeregt werde das durch den UV-Anteil des Lichts, gleich ob es von der Sonne, einer Leuchtstoffröhre, einer LED oder einer Glühlampe kommt. Nach und nach werde die gespeicherte Energie als sichtbares Licht frei.

Bei der Chemie unterscheidet Nemoto zwei Familien. Die ältere arbeitet auf Basis von Zinksulfid, ZnS, und leuchtet je nach Rezeptur grün, orange oder rot. Mit der Reihe LumiNova hat Nemoto 1993 selbst die zweite eingeführt, „Aluminate based“ für Grün und Blaugrün. Laut Hersteller leuchtet sie „10 times brighter, 10 times longer“ als die herkömmlichen Pigmente auf Zinksulfidbasis. Das ist eine Herstellerangabe über das eigene Produkt, keine unabhängige Messung. Ob es sich um Strontiumaluminat handelt, nach dem auf Englisch als „strontium aluminate“ gesucht wird, steht auf dieser Seite nicht.

Für den Käufer wäre der Unterschied der beiden Familien eine brauchbare Angabe. Er steht in keinem der 48 Angebote. Wo überhaupt ein Stoff vorkommt, heißt er „fluoreszierendes Pulver“ (GLOCARNIVAL), „leuchtendes Pulver“ (ECHOCUBE), „phosphoreszierende Beschichtung“ (Hnonoxy) oder „spezielle fluoreszierende Materialien“ (Yosemy). Auch ORAFOL nennt für die ORALUX-Folie keinen Leuchtstoff, nur dass sie cadmiumfrei ist.

Auch die Bauart steht selten da. Hnonoxy beschreibt seine blauen Blumen als „PVC + phosphoreszierende Beschichtung“, das Pigment sitzt dort also in einer Schicht auf dem Kunststoff. GLOCARNIVAL gießt es in feste Sterne, die Folien von wandtattoos.de und ORAFOL sind selbst die leuchtende Schicht. Neben dem Pulver verkauft Nemoto eine „LumiNova Sheet“, eine biegsame PVC-Folie mit Klebstoff, also im Grunde das Rohmaterial eines Leuchtstickers. Wie lange ein Pigment leuchte, hänge laut Nemoto auch von der Korngröße ab und davon, wie es verarbeitet wurde. Ein Pigmentname allein würde die Leuchtdauer deshalb auch nicht festlegen. Er wäre aber ein Anfang.

Bleibt die Sorge, ob Leuchtsterne strahlen. Seine Pigmente, schreibt Nemoto, seien als nicht radioaktiv geprüft und funktionierten anders als die alten Leuchtfarben auf Uhrzifferblättern, die radioaktives Material brauchten. ORAFOL nennt die ORALUX-Folie „frei von radioaktiven Stoffen“, zwei Angebote der Stichprobe schreiben „nicht radioaktiv“. Was sonst in der Trägerfolie steckt, PVC und mögliche Weichmacher, ist ein eigenes Thema, das die Werkstoffkunde zu Vinyl und PVC im Kinderzimmer-Vergleich behandelt.

Gelb-grün, blau oder weiß: die Leuchtfarbe

Gesucht wird nach „leuchtsterne blau“, „leuchtsterne gelb leuchtend“ und „leuchtsterne weiß“. Gemeint ist oft die Farbe bei Tag, nicht die im Dunkeln, und die Angebote trennen das selten. Eine Leuchtfarbe nennen GLOCARNIVAL („gelb-grün“), lilimaus im Datenfeld („Gelb-grün“), HhBdy („Grünes Licht“), HSDSH und Hnonoxy („blau“) und Seeshine mit seinen „blauen Sternen“. Klebefieber schreibt für die eigenen Sterne: am Tag weiß, im Dunkeln mintgrün.

Bunte Motive leuchten nicht bunt. Für nachleuchtende Fluchtwegzeichen hält die ASR A2.3 ausdrücklich fest, dass die Sicherheitsfarben Rot und Grün im nachleuchtenden Zustand nicht dargestellt werden können; erhalten bleiben Symbol und Form. Ein roter Planet ist nachts also ein leuchtender Umriss in der Farbe des Pigments. Bei Nemoto hängt die Leuchtfarbe an der Chemie: Grün und Blaugrün bei den Aluminaten, Orange-Rot bei einem Oxysulfid, Grün, Orange und Rot bei Zinksulfid. Welche Farbe am längsten leuchtet, sagt keine der gelesenen Quellen.

Fluoreszierende Sterne oder phosphoreszierende: das Wort auf 24 Angeboten

„fluoreszierende sterne“ ist ein eigener Suchbegriff, mit Ergänzungen wie „kinderzimmer“, „blau“ oder „selbstklebend“. Auch die Angebote benutzen das Wort gern: 24 der 48 nennen ihre Sticker fluoreszierend, im Titel, im Text oder, bei Paraboo und Yosemy, sogar im Datenfeld „Farbe“. Phosphoreszierend schreibt ein einziges Angebot, das von Hnonoxy. Einige schreiben auf Englisch „Luminous“, GLOCARNIVAL zusätzlich „Photolumineszenz“.

Fachlich ist das ein Unterschied mit Folgen. Nemoto erklärt ihn so: Photolumineszierend, „Glow in the dark“ und phosphoreszierend meinten dasselbe, das Licht hält an, nachdem die Lichtquelle weg ist. Fluoreszierend dagegen bedeute typischerweise, dass das Leuchten mit der Anregung verschwindet. wandtattoos.de schreibt es ähnlich: Fluoreszierend seien Farben, die im Tageslicht zu leuchten scheinen, etwa Neonfarben und Textmarker. Wer „phosphoreszierend bedeutung“ sucht, findet die Antwort also bei einem Pigmenthersteller und einem einzigen Wandtattoo-Shop.

Für den Kauf heißt das zweierlei. Ein Sticker, der „fluoreszierend“ heißt, kann trotzdem nachleuchten, die Stichprobe ist voll davon. Er kann aber auch ein Aufkleber sein, der nur leuchtet, solange Licht auf ihn fällt, so wie Nemoto fluoreszierende Stoffe beschreibt. Das Wort allein unterscheidet das nicht. Verlässlicher sind Formulierungen wie „nachleuchtend“, „leuchtet im Dunkeln“ oder „langnachleuchtend“, das Wort der ASR. Und auch sie sagen nichts darüber, wie lange.

Mit Begriffen hat dieses Feld ohnehin zu kämpfen: Was ein Wandtattoo von einem Wandsticker unterscheidet, ob Druck oder Schnitt, Folie oder Textil, klärt der Ratgeber, der die Bezeichnungen an 101 Amazon-Angeboten überprüft; Leuchtsticker zählt er dort als Folien mit Leuchtpigment. Auf die Leuchtdauer hat keine dieser Bezeichnungen einen Einfluss, weder „Wandtattoo“ noch „Wandsticker“ noch „Leuchtsticker“; sie stehen in der Stichprobe bunt gemischt, oft alle drei in einem Titel.

Leuchtsterne aufladen: wie lange, mit welcher Lampe, und reicht LED?

„leuchtsterne aufladbar“ steht in der Autovervollständigung, als wäre das eine besondere Eigenschaft. Aufladbar ist jeder nachleuchtende Sticker, die Frage ist nur, wie lange. 20 der 48 Angebote nennen eine Ladezeit in Minuten, und die Spanne ist breit. WandSticker4U empfiehlt für den „extra Leucht-Kick“ fünf Minuten Taschenlampe, Aomaic zehn Minuten Licht, Encuryna zehn bis 20, mehrere Anbieter 30 Minuten, Yosemy 30 Minuten bis eine Stunde.

Eine Lichtstärke nennt kein einziges Angebot. Wie hell die Lampe sein soll, wie weit entfernt und ob Tageslicht durch das Fenster genügt, bleibt jedem selbst überlassen. Zum Vergleich: Im BAM-Prüfbericht reichten fünf Minuten bei 1000 Lux mit einer Xenonlampe, nach 24 Stunden im Dunkeln. Außerdem kennt die Norm den Begriff der Sättigungsanregung, also eine Anregung bis zur Sättigung des Materials. Was sie dazu im Einzelnen festlegt, steht nicht frei zugänglich da.

Ob eine LED reicht? Nemoto bejaht das ausdrücklich, Leuchtpigmente ließen sich mit LED-Lampen anregen. Fünf Angebote nennen LED-Licht als Ladequelle, fünf eine Taschenlampe, eines eine UV-Stiftlampe. Für den Alltag wichtiger ist der Zeitpunkt. Die Balkon-Antwort von GLOCARNIVAL zeigt, dass Sonne am Nachmittag nicht ins Bett reicht: Wer um acht Uhr schlafen geht, hat nach einem Tag am Fenster einen Teil der hellsten Zeit schon verpasst.

Einige Anbieter haben das verstanden. Aomaic rät: „Schalten Sie das Licht für 10 Minuten ein und dann wieder aus.“ Tarklanda schreibt, nachts müsse man das Licht „nur für 15-30 Minuten einschalten“. Laden kurz vor dem Schlafengehen ist damit die naheliegende Routine, weil die Messreihe die hellsten Minuten an den Anfang legt. Ein Gegenbeispiel liefert die ASR: Wo ein Präsenzmelder das Licht nur kurz anschaltet, verlangt sie einen Ausgleich, weil die Anregung zu knapp ausfällt.

Leuchtsterne an der Decke oder an der Wand: wo sie genug Licht bekommen

„leuchtsterne decke“ steht in der Autovervollständigung gleich in mehreren Varianten, als „leuchtsterne für die decke“, „decke selbstklebend“ und „decke erwachsene“. Die Decke hat einen Vorteil: Wer im Bett liegt, sieht nach oben. Sie hat einen Nachteil: Sie ist von der Nachttischlampe am weitesten entfernt. GLOCARNIVAL schreibt, Sterne nahe der Lichtquelle seien heller, und wandtattoos.de rät, „direkter, länger und heller“ anzustrahlen. Für Sterne an der Decke kommt als Ladequelle vor allem die Deckenlampe infrage.

Vier Orte kommen in den Angeboten vor, jeder mit einer eigenen Antwort. Über dem Bett an der Decke: genug Fläche, aber nur mit Deckenlicht zuverlässig geladen. Auf Lichtschalter, Türklinke oder Türrahmen, wie Yosemy und wandtattoos.de vorschlagen: kleine Fläche, die man im Dunkeln sucht, aber gerade dort sind die späten Stunden gefragt. An der Wand neben der Leselampe: am besten geladen, weil das Licht ohnehin brennt. Und die Fensterwand, an der GLOCARNIVAL dunklere Sterne beobachtet.

Am Fenster stört nicht nur das Laden. Wandtattoo Loft rät, zusätzliche Lichtquellen wie Straßenlaterne, Nachtlicht oder Flurlicht zu vermeiden, und den Augen „ein bisschen Zeit“ zu geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Nemoto nennt dieselben Größen. Wer bei „wandsticker leuchtend erwachsene“ an ein Schlafzimmer mit Rollladen denkt, hat damit bessere Bedingungen als ein Kinderzimmer mit Laterne vor dem Fenster.

Für den Lichtschalter und die Treppe hilft ein Blick auf die Maße, die für Fluchtwege gelten. Die ASR A2.3 verlangt für nachleuchtende Leitmarkierungen mindestens 50 Millimeter Durchmesser oder Breite, durchgehend sind sie erst ab drei Markierungen je Meter. Treppen bekommen dort an jeder Stufenvorderkante einen 20 bis 50 Millimeter breiten Streifen, über die ganze Breite. Ein Leuchtstern von 1,5 Zentimetern am Schalter ist davon weit entfernt. Er kann einen Schalter auffindbar machen, eine Treppe sichert er nicht.

Viele Decken sind mit Raufaser tapeziert. Ob dort kleine Sterne besser halten als ein großer Mond, darüber sind sich die Quellen nicht einig; beide Seiten stellt der Raufaser-Vergleich bei der Frage nach kleinen Teilen und großen Flächen nebeneinander.

Wie man über Kopf klebt, ohne dass das Motiv nach unten hängt, und welche Leiter dafür taugt, behandelt der Ratgeber zum Anbringen mit seinem Abschnitt über Leiter und Zimmerdecke. Eine Klebetechnik nur für die Zimmerdecke beschreibt keine der 26 dort ausgewerteten Anleitungen; naheliegend ist nach dem Ratgeber die Scharniermethode, bei der das Motiv in der Mitte schon hält.

Folienset, 3D-Stern oder Folie mit Messwert: was die Segmente trennt

Das Feld liegt eng beieinander, und der Unterschied zwischen den Segmenten ist kein Unterschied in der Leuchtdauer. Im Segment einsteiger stehen die drei Foliensets von Yosemy, Seeshine und SNAIL GARDEN mit 470 bis 849 Teilen. Sie bringen viele Sterne, Planeten und Monde für eine große Fläche, dazu eine Stundenzahl, die niemand belegt. Bei der Suche nach „leuchtsterne groß“ für eine ganze Kinderzimmerdecke landet man meist hier.

In der Mittelklasse stehen die 3D-Sterne von GLOCARNIVAL. Der Sprung bringt feste Sterne aus Kunststoff, die tagsüber farbig und plastisch wirken, Klebepads statt Folienkleber und einen Ladetest im Angebot. Er bringt weniger Teile und keine Stundenzahl. Eine flache Folie, wie sie unter „leuchtsticker kinderzimmer“ zu finden ist, bekommt man hier nicht.

Im Segment premium stehen die Leuchtenden Sterne von wandtattoos.de, bestellbezogen in Deutschland gefertigt. Der Sprung bringt eine Leuchtdichte in mcd/m², eine Foliendicke und einen Hersteller, den man anrufen kann. Er bringt weniger Teile je Set und keine Stundenzahl, dafür einen offenen Widerspruch beim zweiten Messwert. Mehr als eine nachfragbare Zahl bringt auch das Segment premium nicht, eine gemessene Leuchtdauer in Stunden gibt es in keinem.

Ab wo der Sprung nichts mehr bringt, ist damit klar. Wer nur möchte, dass es beim Einschlafen über dem Bett glimmt, braucht kein höheres Segment. Andere Möglichkeiten, eine Wand ohne Leuchtfolie zu gestalten, sammelt die Rubrik, in der kritero Wandgestaltung jenseits der Sterne ordnet.

Warmes Zimmer, kühle Decke: was Temperatur am Nachleuchten ändert

Eine Frage, die keine der drei untersuchten Shopseiten stellt: Leuchtet ein Stern im warmen Zimmer anders als an einer kalten Außenwand? Nemoto antwortet mit ja. Temperatur, Druck oder Stöße machten die Elektronen im Pigment aktiver; das Leuchten werde heller, die Nachleuchtzeit aber kürzer, weil die gespeicherte Energie dieselbe bleibe. Wärmer heißt also nicht länger, sondern früher verbraucht.

Für den Vergleich von Messwerten ist das wichtig. Die BAM hat die ORALUX-Folie bei 22 Grad plus minus drei gemessen. Ein Zimmer mit 18 Grad im Winter oder ein Dachzimmer im Sommer liegt außerhalb dieser Spanne, und keine der gelesenen Quellen sagt, um wie viel sich die Werte dann verschieben. Eine Stundenzahl ohne Temperatur hat neben dem fehlenden Messweg also noch eine zweite Unbekannte.

Für die Folie selbst nennt ORAFOL eine Temperaturbeständigkeit von minus 40 bis plus 60 Grad, kurzzeitig 80 Grad, und eine Verklebungstemperatur von mindestens zehn Grad. Damit hält die Folie mehr aus, als ein Wohnraum verlangt. Kleben sollte man trotzdem nicht an einer ausgekühlten Wand im Winter; ORAFOL nennt zehn Grad als Untergrenze, ohne zu sagen, ob Wand oder Luft gemeint ist. Keines der fünf Angebote dieses Vergleichs nennt eine Temperatur, weder fürs Kleben noch fürs Leuchten.

Ob ein Stern über dem Heizkörper sichtbar kürzer leuchtet, lässt sich aus Nemotos Antwort ableiten, aber nicht beziffern. Wer zwei Plätze vergleichen will, kann das mit dem Protokoll am Ende dieser Seite selbst tun.

Leuchtsterne leuchten kaum oder nur kurz: Beobachtung, Ursache, Gegenprobe

Wenn Leuchtsterne enttäuschen, kann es am Stern liegen, am Ort oder am Zeitpunkt des Ladens. Sortiert ist die Tabelle nach dem, was man sieht; daneben stehen eine mögliche Ursache und eine Gegenprobe, mit der sich zwei Erklärungen voneinander trennen lassen. Sie ersetzt keine Messung, verhindert aber, dass man ein zweites Set kauft, das an derselben Stelle genauso schwach leuchtet.

Fehlerdiagnose: wenn Leuchtsticker kaum oder nur kurz leuchten
Was man siehtMögliche UrsacheGegenprobe
beim Zubettgehen schon schwach, obwohl tagsüber Sonnedie Anregung liegt Stunden zurück, die hellste Zeit ist vorbeiabends zehn Minuten Deckenlicht, sofort ausschalten, vergleichen
nur die Sterne nahe der Lampe leuchten helldie übrigen bekommen zu wenig Lichtalle gleich lang mit derselben Taschenlampe anstrahlen
an der Fensterwand kaum zu sehenLicht von draußen überstrahlt das LeuchtenRollladen oder Vorhang schließen, nach einigen Minuten wieder schauen
direkt nach dem Licht-aus fast nichtsdie Augen sind noch nicht an die Dunkelheit gewöhnteinige Minuten warten, dann noch einmal hinsehen
gar kein Leuchtennicht geladen oder kein nachleuchtendes Materialeinen Teil lange unter eine helle Lampe legen, sofort ins Dunkle bringen

Hinter der ersten Zeile steht die Messreihe. Nach einer Stunde hat die ORALUX-Folie fast neun Zehntel ihrer Leuchtdichte verloren; wer um 15 Uhr in der Sonne lädt, sieht um 20 Uhr den Rest. GLOCARNIVAL beschreibt denselben Fall mit Sternen auf dem Balkon. Nichts kostet die Gegenprobe: abends kurz laden, ausschalten und vergleichen. Leuchten die Sterne dann deutlich heller, war der Zeitpunkt das Problem, nicht das Set.

Die letzte Zeile ist der Test, den GLOCARNIVAL selbst vorschlägt: länger als zwei Stunden unter die Lichtquelle oder mit einer UV-Stiftlampe aktivieren, dann sofort ins Dunkle. Bleibt der Stern dann dunkel, ist es kein nachleuchtendes Material, oder es ist kaputt. Beides ist ein Fall für die Rücksendung, nicht für mehr Licht. Ist die Ursache dagegen die Lage im Zimmer, hilft kein neues Set, sondern ein anderer Platz.

Lässt das Leuchten über die Jahre nach? Laden, Haltbarkeit, Ersatz

Verschleißteile hat ein Leuchtsticker nicht, und gewartet wird er auch nicht. Er verlangt nur eines, jeden Abend aufs Neue: Licht. Paraboo nennt seine Sticker beliebig oft wiederaufladbar, wandtattoos.de ebenso. Klebefieber geht weiter und schreibt, das Aufladen funktioniere „beliebig oft und über Jahre, ohne dass der Leuchteffekt nachlässt“. Belegt wird das nicht, weder mit einer Messung nach Jahren noch mit einem Pigmentnamen.

Eine Zahl zur Haltbarkeit steht nur im ORALUX-Datenblatt: fünf Jahre bei senkrechter Anwendung im Innenraum, unbedruckt, dazu zwei Jahre Lagerfähigkeit, originalverpackt und bei 20 Grad und halber Luftfeuchte gelagert. Ob sich die fünf Jahre auf das Nachleuchten oder auf die Folie als Ganzes beziehen, sagt das Datenblatt nicht. Derselbe Hersteller nennt für die Wandfolie ORACAL 638 nur zwei Jahre, wie der Raufaser-Vergleich bei den Haltbarkeitsangaben der Folien zeigt.

Ein zweiter Unterschied zur Wandfolie steckt im Kleber. ORAFOL nennt für die ORALUX-Folie einen permanenten Klebstoff, ein Solvent-Polyacrylat mit 18 Newton je 25 Millimeter Klebkraft. Die Wandfolie ORACAL 638 hat laut ihrem Datenblatt einen leicht ablösbaren Kleber mit 6 Newton. Eine Leuchtfolie für Sicherheitsschilder ist also zum Bleiben gemacht, nicht zum Ablösen beim Auszug. Welchen Kleber die fünf Sets dieses Vergleichs tragen, sagt keines, auch wandtattoos.de schreibt nur „selbstklebend“.

Bei der Wiederverwendung widersprechen sich die Datenfelder der Picks. SNAIL GARDEN und GLOCARNIVAL stehen auf Einmalgebrauch, Yosemy und Seeshine auf wiederverwendbar. Für die Suche „wandtattoo leuchtend badezimmer“ ist ein anderes Datenfeld wichtiger: Bei Yosemy, Seeshine und GLOCARNIVAL steht „Nicht wasserfest“. Ein Bad mit Dusche ist für diese Sets der falsche Ort, auch wenn Motive mit Meerestieren dorthin zu passen scheinen.

Ersatz für einzelne Sterne bietet keiner der fünf an; wer nachkaufen will, kauft ein ganzes Set. Von einer Garantie ist in keinem Angebot die Rede. Abgewickelt wird bei den vier Amazon-Sets über den jeweiligen Verkäufer bei Amazon, bei wandtattoos.de direkt beim Hersteller in Merchweiler. Wie man die Sterne später ohne Schaden von Wand und Decke bekommt, beantwortet der Ratgeber zum Ablösen, der für Leuchtsterne zwischen Folie und Schaumstoffpads unterscheidet. In keiner der 25 Anleitungen, die er gelesen hat, kommen Leuchtsterne vor.

Leuchtsterne im Kinderzimmer nach den ersten Nächten: drei Anzeichen

Ob ein Set passt, zeigt sich nicht im Karton, sondern in den ersten zwei Wochen an der Wand. Drei Anzeichen sprechen dafür, dass die Wahl falsch war, und zu jedem gibt es einen nächsten Schritt, der nicht gleich ein neuer Kauf ist.

Erstes Anzeichen: Das Kind wartet abends auf den Sternenhimmel, und der ist beim Zubettgehen schon matt. Dann hat das Set nicht versagt, das Laden lag zu früh. Abhilfe schafft das Licht kurz vor dem Schlafengehen, so wie es Aomaic und Tarklanda beschreiben, und neue Sterne kommen dorthin, wo die Lampe hinreicht. Hilft das nicht, ist die Stelle falsch gewählt, nicht das Set.

Ein zweites Zeichen sind Sterne, die sich an der Decke lösen und fallen. Bei Folienstickern nennt Seeshine staubige oder feuchte Flächen als Grund für schlechte Haftung, bei den 3D-Sternen von GLOCARNIVAL hängt alles an den Schaumstoffpads. Vor dem Nachkleben also den Untergrund prüfen und säubern. Was bei sich lösenden Folien hilft, steht im Was-tun-wenn zu Folien, die sich an den Kanten heben.

Und dann gibt es ein Zeichen, das erst bei Tag auffällt. Leuchtfolie ist hell: Klebefieber beschreibt sie als weiß, wandtattoos.de als weiß mit blassgelbem Ton. Auf einer weißen Wand sind die Sterne kaum zu sehen, auf einer dunklen Wand dagegen immer. Wer nach zwei Wochen merkt, dass ihn die hellen Punkte bei Tag stören, hat die Wandfarbe falsch eingeschätzt. Zwei Wege bleiben: die Sterne nur an die Decke, oder die Wand heller streichen, wie es der Ratgeber zum Streichen mit Rolle oder Sprühgerät beschreibt.

Nachtweg, Krabbelalter, Badezimmer: wann Leuchtsticker die falsche Lösung sind

Leuchtsticker haben einen klaren Zweck, und außerhalb davon enttäuschen sie. Fünf Gruppen sind mit ihnen schlecht beraten, jede aus einem anderen Grund.

Wer nachts Orientierung braucht, für den Weg zur Toilette, auf der Treppe oder für ein Kind, das um drei Uhr aufwacht, kauft mit dem Leuchtsticker die falsche Lösung. Nach fünf Stunden und 40 Minuten liegt die einzige Messreihe in diesem Feld bei 0,3 mcd/m², und keines der Angebote sagt, was nach vier Stunden noch zu sehen ist. Besser passt ein Nachtlicht mit eigener Stromquelle, das nicht vom Laden am Abend abhängt.

Eltern von Kindern im Krabbelalter sollten kleine Teile nicht in Reichweite kleben. Nach „leuchtsterne ab 3 jahre“ wird zwar gesucht, doch GLOCARNIVAL nennt seine Sterne „geeignet für jedes Alter“. Anders Encuryna: Das Angebot warnt, die Sterne nicht in greifbarer Nähe von Kleinkindern bis drei Jahre anzubringen, weil sie verschluckt werden könnten; FUFUQUARE schreibt „Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren“. Abhilfe schafft hier nicht ein anderes Set, sondern ein anderer Ort: an der Decke über dem Bett, außer Reichweite, so wie es der bei der Empfehlung verlinkte Abschnitt zur Kniehöhe abwägt.

Für das Badezimmer taugen die drei Sets nicht, deren Datenfeld „Nicht wasserfest“ sagt. Feuchte und Spritzwasser sind dort die Regelbelastung, nicht die Ausnahme. Material, das Wasser verträgt, stellt der Vergleich der Wandplatten für Bad und Dusche gegenüber.

Wer Räume ohne Tageslicht und mit kurzem Licht hat, etwa einen Flur mit Bewegungsmelder, lädt die Sterne nie richtig. Bei Präsenzmeldern verlangt die ASR A2.3 ausdrücklich einen Ausgleich für die begrenzte Anregung. Und wer bunte Motive auch nachts in Farbe sehen will, wird enttäuscht: Rot und Grün lassen sich im nachleuchtenden Zustand nicht darstellen, nachts bleibt ein Umriss in der Farbe des Pigments. Für beide Gruppen ist ein normales, farbiges Wandtattoo die ehrlichere Wahl.

Leuchtsterne und Lampe: die einfachere Lösung vor dem zweiten Set

Bevor jemand ein zweites, angeblich länger leuchtendes Set kauft, sollte er das erste richtig laden. Die einfachere Lösung kostet keine Bestellung: eine Lampe, die zehn Minuten vor dem Licht-aus auf die Sterne gerichtet wird. „leuchtsterne lampe“ steht in der Autovervollständigung, gemeint sind dort wohl Sterne mit eingebauter Lampe. Auch die Leselampe neben dem Bett tut es, wenn sie die Sterne erreicht.

Genau das ist die Bedingung: Die Lampe muss hinkommen. An einer Wand neben dem Bett ist das leicht, an einer hohen Decke eher die Deckenlampe. Aomaic schlägt zehn Minuten vor, Tarklanda 15 bis 30, die BAM hat mit fünf Minuten bei 1000 Lux gemessen. Wie viel davon eine Nachttischlampe liefert, hängt an Lampe und Abstand; probieren geht schneller als rechnen.

Und wenn Licht für die ganze Nacht gewünscht ist? Dann ist die einfachere Lösung gar kein Leuchtsticker, sondern ein kleines Nachtlicht, das kein Partnerprodukt dieser Seite sein muss. Nach „nachtleuchtende wandfarbe“ wird ebenfalls gesucht; sie wurde hier nicht ausgewertet und hat dasselbe Grundproblem wie die Folie, weil auch sie nur abgibt, was sie vorher aufgenommen hat.

Zwei Anbieter stellen das anders dar. Klebefieber spricht bei seinen leuchtenden Wandtattoos von einem „Stromspareffekt“, weil kleine Kinder oft ein Schlummerlicht wollten, Paraboo von der „perfekte[n] stromsparende[n] Alternative zu elektrischen Nachtlichtern“. In den Minuten nach dem Licht-aus mag das stimmen. Für die Nacht stimmt es nach der einzigen Messreihe in diesem Feld nicht: Ein Nachtlicht leuchtet um drei Uhr so hell wie um acht, ein Leuchtsticker ist dann bei einem Bruchteil seines Anfangswerts.

Die offene Frage: wie hell nach einer Stunde, und wie man es selbst prüft

Am Ende bleibt eine Frage, die kein Händler beantwortet: Wie hell leuchtet der Stern eine Stunde nach dem Licht-aus noch, und wie lange, bis man ihn nicht mehr sieht? Die Norm hätte die Werkzeuge dafür, die ORALUX-Folie zeigt, wie Antworten aussehen. Für Wandsticker aber misst es niemand, oder es schreibt niemand hin. Offen bleibt auch, welcher Zeit die 3,0 mcd/m² bei wandtattoos.de wirklich gehören und was die Klassen A und B der Norm verlangen.

Was sich prüfen lässt, ist ein Vergleich unter gleichen Bedingungen. Das Protokoll unten überträgt den Aufbau der BAM-Messung in ein Kinderzimmer. Es misst keine Leuchtdichte, dafür bräuchte es ein Messgerät, sondern die Zeit, die ein Auge den Stern noch erkennt. Subjektiv ist das, aber vergleichbar, wenn dieselbe Person zwei Sets oder zwei Plätze gleich prüft, am besten in der ersten Nacht, solange die Rückgabe noch läuft.

Ein Anbieter rät selbst zu so einem Versuch. Wandtattoo Loft empfiehlt in seiner Beschreibung einen „Vorabtest mit zunächst nur 1-2 Sternen, um die Leuchtkraft in Ihrem Raum zu testen“. Vernünftiger ist kein Satz der ganzen Stichprobe, weil er zugibt, dass die Leuchtkraft vom Raum abhängt und nicht nur vom Stern. Wer das Protokoll mit einem einzelnen Stern macht, bevor der ganze Himmel klebt, kann den Platz noch wechseln.

Prüfprotokoll: Leuchtdauer selbst messen
SchrittWas tunWas notieren
1 Vorbereiteneinen Bogen oder Probestern einen Tag lang dunkel lagern, etwa im KartonDatum, Set, Lagerdauer
2 Ladenimmer dieselbe Lampe im selben Abstand für dieselbe Zeit, etwa fünf MinutenLampe, Abstand in cm, Minuten
3 AbdunkelnLicht aus, Rollladen zu, keine Laterne, kein FlurlichtUhrzeit des Licht-aus
4 Nach 10 Minutenaus dem Bett heraus hinsehendeutlich, schwach oder kaum
5 Nach 60 Minutennoch einmal hinsehen, die Augen sind jetzt angepasstdeutlich, schwach oder kaum
6 Grenzeprüfen, solange man wach ist, oder Wecker stellenUhrzeit, ab der nichts mehr zu sehen ist
7 Wiederholenan einem zweiten Abend gleich laden, anderes Set oder anderer PlatzUnterschied zum ersten Abend

Die fünf Minuten in Schritt zwei sind eine änderbare Annahme, angelehnt an die Anregungsdauer im BAM-Bericht; wichtig ist nur, dass sie bei jedem Durchgang gleich bleiben. Schickt man ein Set zurück, lässt sich dem Verkäufer mit dem Protokoll eine Frage stellen, die mehr bringt als jede Bewertung: Bis zu welcher Leuchtdichte gilt Ihre Stundenzahl, und nach welcher Anregung?

Alle Angaben auf dieser Seite stammen vom 16. Oktober 2026, aus den Amazon-Angeboten dieses Tages, den Shopseiten von wandtattoos.de und Klebefieber, dem ORAFOL-Datenblatt, dem BAM-Prüfbericht, den Seiten von Nemoto und DIN Media und der ASR A2.3. Angebote ändern sich schneller als Normen. Zusammengestellt hat diesen Vergleich der Fachbereich, der bei kritero Wände, Folien und Farben auswertet.

Häufige Fragen

Wie lange leuchten leuchtende Wandtattoos?

Belegt ist das für keines der 48 Angebote, die am 16. Oktober 2026 zur Suche „wandtattoo leuchtend“ ausgewertet wurden: 13 nennen 4 bis 15 Stunden, aber keines sagt, wie gemessen wurde. Eine nach DIN 67510-1 gemessene Leuchtfolie liegt zehn Minuten nach dem Laden bei 23 mcd/m², nach einer Stunde bei 3,0 und erreicht nach 340 Minuten 0,3 mcd/m². Am hellsten ist es kurz nach dem Licht-aus.

Wie lange muss man Leuchtsterne aufladen?

Die Angebote nennen 5 Minuten bis eine Stunde, eine Lichtstärke nennt keines. In einem Prüfbericht nach DIN 67510 wurde eine Folie nach 24 Stunden im Dunkeln fünf Minuten mit 1000 Lux beleuchtet. Für den Alltag zählt vor allem der Zeitpunkt: kurz vor dem Schlafengehen mit einer Lampe laden, weil die hellsten Minuten direkt danach kommen. LED-Licht reicht laut Pigmenthersteller Nemoto.

Was bedeutet DIN 67510 bei Leuchtstickern?

DIN 67510-1 legt fest, wie die Leuchtdichte nachleuchtender Produkte über die Zeit gemessen und gekennzeichnet wird; ein Prüfbericht nennt Werte nach 10 und 60 Minuten und die Abklingdauer bis 0,3 mcd/m². Für Fluchtwegzeichen in Arbeitsstätten verlangt die ASR A2.3 mindestens Klasse C. Eine Normnummer ohne Klasse und Messwert, wie in einem Leuchtsticker-Angebot gefunden, sagt über die Leuchtdauer nichts.

Sind fluoreszierende Sterne dasselbe wie nachleuchtende?

Fachlich nicht. Laut dem Pigmenthersteller Nemoto leuchten phosphoreszierende Stoffe nach, wenn das Licht aus ist, fluoreszierende typischerweise nur, solange Licht auf sie fällt. Trotzdem nennen 24 von 48 Leuchtsticker-Angeboten ihre Sterne fluoreszierend. Verlässlicher sind Wörter wie „nachleuchtend“ oder „leuchtet im Dunkeln“; über die Dauer sagen auch sie nichts.

Warum leuchten meine Leuchtsterne nur kurz?

Ein naheliegender Grund ist der Zeitpunkt des Ladens: Bei einer nach Norm gemessenen Folie fällt die Leuchtdichte in der ersten Stunde um fast neun Zehntel, wer nachmittags in der Sonne lädt, sieht abends nur den Rest. Dazu kommen zu wenig Licht weit weg von der Lampe, Licht von draußen am Fenster und Augen, die sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt haben. Kurz vor dem Schlafengehen zehn Minuten laden ist die einfachste Gegenprobe.

Quellen

  1. [1]BAuA: ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge· abgerufen 2026-10-16
  2. [2]DIN Media: DIN 67510-1:2020-05, Langnachleuchtende Pigmente und Produkte· abgerufen 2026-10-16
  3. [3]ORAFOL: ORALUX 9300 Luminescent Cast, Technisches Datenblatt· abgerufen 2026-10-16
  4. [4]BAM: Prüfbericht zu ORALUX 9300 nach DIN 67510 Teil 1 (2008)· abgerufen 2026-10-16
  5. [5]Nemoto: Phosphorescent pigments· abgerufen 2026-10-16
  6. [6]Nemoto: Q&A zu Leuchtpigmenten· abgerufen 2026-10-16
  7. [7]wandtattoos.de: Leuchtsterne· abgerufen 2026-10-16
  8. [8]Klebefieber: Leuchtende Wandtattoos· abgerufen 2026-10-16

Welche Quellenarten wie gewichtet werden, steht auf Quellen.

Änderungen an diesem Beitrag

  1. 2026-10-16Querverweise im Cluster ergänzt: Übersichtsseite bei der Kippfrage, Werkstoff-Ratgeber bei den Begriffen fluoreszierend und phosphoreszierend, Montage-Ratgeber in einem eigenen Absatz zur Zimmerdecke, Ratgeber zum Entfernen bei Haltbarkeit und Ersatz; die Hinweise auf noch entstehende Seiten durch Sätze mit Link ersetzt.
  2. 2026-10-16Ersterstellung. 48 Leuchtsticker der Amazon-Suche „wandtattoo leuchtend“ auf Leuchtdauer, Ladezeit, Messweg, Norm und Leuchtstoff ausgezählt; fünf Sets an der angegebenen Leuchtdauer gemessen, mit dem ORAFOL-Datenblatt und einem BAM-Prüfbericht nach DIN 67510-1, der ASR A2.3 und den Angaben des Pigmentherstellers Nemoto als Maßstab.

Das Veröffentlichungsdatum bleibt bei Korrekturen unverändert. Wie mit Fehlern umgegangen wird, steht auf Korrekturen.